Stimpfach Anwalt für alle Rechenberger

Timo Fuchs ist Rechenbergs neuer Ortsvorsteher. Er freut sich, dass der Ortschaftsrat eine bunt gemischte Truppe ist: 30 bis knapp 70 Jahre alt seien die Mitglieder des Gremiums – so würden viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt.
Timo Fuchs ist Rechenbergs neuer Ortsvorsteher. Er freut sich, dass der Ortschaftsrat eine bunt gemischte Truppe ist: 30 bis knapp 70 Jahre alt seien die Mitglieder des Gremiums – so würden viele unterschiedliche Interessen berücksichtigt. © Foto: Luca Schmidt
Stimpfach / Luca Schmidt 12.09.2018
Timo Fuchs ist neuer Ortsvorsteher im Stimpfacher Teilort Rechenberg. Er geht damit seinem Anwalts-Beruf auch in seiner Freizeit nach: Er vertritt die Interessen der Bewohner vor der Gemeinde.

Timo Fuchs kämpft in Zukunft dafür, dass die Interessen der Bewohner Rechenbergs in der Gemeinde Stimpfach Gehör finden: Er wurde am 23. Juli auf Vorschlag des Ortschaftsrats vom Gemeinderat zum Ortsvorsteher gewählt. Der 41-jährige Rechtsanwalt folgt damit auf Albert Gräter und tritt dabei „in sehr, sehr große Fußstapfen“, wie er sagt.

Dabei überschneiden sich seine Tätigkeit als Ortsvorsteher und sein Beruf als Rechtsanwalt. „Die wichtigste Aufgabe eines Ortschaftsrats ist es, die Belange der Bewohner der Teilorte einer Gemeinde vorzutragen“, sagt Fuchs. Das sei auch im Beruf sein täglich Brot: das Interesse seiner Mandanten im gesetzlichen Rahmen durchzusetzen.

Ortschaftsrat findet Gehör

Ein Beispiel, wie es geht: das Aufstellen von Toiletten auf dem Rechenberger Friedhof. Der liegt außerhalb des Ortes auf einem kleinen Hügel, früher gab es nicht einmal einen Gehweg dorthin. „Mein Vorgänger Albert Gräter hat sich dafür eingesetzt, und deshalb ist der Ortschaftsrat auch so wichtig: Jemand muss solche Dinge der Gemeinde vortragen, sonst gibt es auch kein Interesse daran“, sagt der 41-Jährige. Die bisherige Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Bürgermeister Matthias Strobel sei sehr gut.

Ein Thema, das die Rechenberger in naher Zukunft beschäftigen wird, ist der Breitbandausbau. „Da hatten wir bislang das Pech, dass bei uns keine Leitungen liegen“, sagt Fuchs. Das müsse aber nicht so bleiben. „Rechenberg ist aus Bundesmitteln förderfähig“, sagt Fuchs. Außerdem müssten auch Gasleitungen verlegt werden, beides könnte auf einmal gemacht werden.

Ein weiterer Punkt: Die Windräder vor der kleinen Ortschaft. „Im Windpark Stimpfach wurden drei Windräder gebaut, der Betreiber hat aber einen Antrag auf fünf gestellt“, sagt Fuchs. Bei zwei Windrädern wurde der Bauantrag zurückgenommen. Aus seiner Sicht und der vieler Rechenberger seien die drei aber erst mal genug – zumal der Windpark Ellwanger Berge mit zehn Anlagen ebenfalls direkt vor der Haustür steht. „Der Betreiber könnte seinen Antrag jederzeit erneut stellen“, sagt Fuchs.

Ruhe um das Schloss

Ebenfalls wichtig für die Rechenberger: Was passiert jetzt mit dem Schloss? Die ehemalige Jugendherberge ist seit Anfang 2017 geschlossen. Im April entschied das Jugendherbergswerk als Betreiber, das Schloss als Standort aufzugeben. Seitdem ist es still geworden um das Gebäude. „Die Gemeinde hat nur beschränkten Einfluss, aber sie wird nicht alles hinnehmen und die Möglichkeiten ausnutzen, die sie hat“, sagt Fuchs. Wenn es einen Interessenten für das Schloss gibt, werde die Gemeinde unterrichtet, so der Rechenberger Ortsvorsteher.

Fuchs beabsichtigt, in die Ort­schaftsratssitzungen eine Bürgerfragestunde einzubauen – bislang können die Bürger nur zuhören. Da auch Stimpfachs Bürgermeister Strobel vor Ort ist, sei dies ein gutes Kommunikationsmittel, so Fuchs. Allerdings bleibt ihm dafür nicht viel Zeit: Im Mai 2019 finden bereits die nächsten Kommunalwahlen statt: Dementsprechend wird auch der Ortschaftsrat neu gewählt.

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