ANDYS WETTER: Märzenwinter auf die Mütze

So strahlend, wie ihn HT-Leser Oliver Ströbel hier abgelichtet hat, wird der Winter in der kommenden Woche nicht werden. Mit Schnee und Schneeregen ist zu rechnen. Das Bild ist bei Wiesenbach entstanden.
So strahlend, wie ihn HT-Leser Oliver Ströbel hier abgelichtet hat, wird der Winter in der kommenden Woche nicht werden. Mit Schnee und Schneeregen ist zu rechnen. Das Bild ist bei Wiesenbach entstanden. © Foto: Oliver Ströbel
ANDREAS NEUMAIER 28.02.2015

Meteorologisch beginnt am Sonntag der Frühling, das aber nur, weil faule Wetterfrösche irgendwann einmal besprochen haben, drei volle Kalendermonate zur Berechnung der Mittelwerte von Jahreszeiten in der Statistik haben zu wollen.

Für die Astronomie hat das Ganze derweil noch wenig Bedeutung, denn hier beginnt der Frühling offiziell, und damit im Kalender, erst am 20. März. Da gibt's dann auch noch zwei Besonderheiten: Erstens sind die Tage ab diesem Tag dann wieder länger als die Nächte, und zweitens erleben wir dann eine partielle Sonnenfinsternis. Ab 9.30 Uhr schiebt sich am 20. März der Mond vor die Sonne, verdeckt sie gegen 10.40 Uhr zu maximal 71 Prozent (auf dem Rücken liegende Sonnensichel), und gibt sie gegen 11.50 Uhr wieder frei.

Mit diesen Ausführungen sollte das Ablenkungsmanöver vom nicht so spannenden Wetter der kommenden Tage geglückt sein, denn es gibt wohl noch ein bisschen "Märzenwinter" auf die Mütze, aber das nur so nebenbei.

Der nasskalte Spuk von gestern ist heute aber erst einmal wieder durch. Nach etwas Nebel und hochnebelartigen Wolken am Vormittag reißt es tagsüber wieder auf, wird danach recht freundlich und bleibt dabei trocken. Die Temperaturen schaffen mit der Sonne dann am Nachmittag immerhin drei Grad in Stimpfach, vier in Rot am See und sechs in Gerabronn. Damit taut es dort, wo es gestern Neuschnee gab, auch schon wieder. Am Abend und in der Nacht muss man auf den Straßen aber, wo die Feuchtigkeit noch reicht, mit überfrierender Nässe rechnen, denn oft gibt es leichten Frost.

Ungemütlich wird's dann am Sonntag. Es kommt böiger, am Nachmittag auch zeitweise stürmischer Westwind auf. Er bringt viele Wolken und immer wieder Niederschläge. Diese fallen in der Früh anfangs noch als Schnee oder Schneeregen mit Glättegefahr, sonst regnet es tagsüber aber immer wieder. Das ist mal stärker, mal schwächer, lässt aber am Spätnachmittag etwas nach. Hier und da erspäht man dann auch wieder ein paar Aufhellungen. Es wird deutlich milder mit fünf Grad in Schrozberg, sieben in Crailsheim und acht in Ilshofen.

Der Montag wird recht stürmisch und nass, aber noch mild. Ab Dienstag bleibt es unbeständig, immer wieder gibt's Niederschläge, und diese gehen vor allem nach der Wochenmitte immer mehr bis in die Niederungen in Schnee über. Da kann es phasenweise noch einmal richtig winterlich werden, denn auf das Wochenende zu liegen die Temperaturen auch tagsüber nur noch wenig über dem Gefrierpunkt.