ANDYS WETTER: Keine "Weiber"-Schmähung

Der Begriff "Altweibersommer" leitet sich von "weiben" ab: Damit war das Knüpfen von Spinnweben gemeint.
Der Begriff "Altweibersommer" leitet sich von "weiben" ab: Damit war das Knüpfen von Spinnweben gemeint. © Foto: dpa
ANDREAS NEUMAIER 04.10.2014

Schon 1989 musste das Landgericht Darmstadt klären, ob man denn den oft im September und Oktober auftretenden, trockenen Witterungsabschnitt wirklich diskriminierungsfrei "Altweibersommer" nennen darf - und tatsächlich hat dieser Begriff gar nichts mit betagteren Damen zu tun. Im schriftsprachlichen Gebrauch des 19. Jahrhunderts tauchte dieser Begriff bereits als eine Ableitung von "weiben", im Zusammenhang mit dem Knüpfen von Spinnweben auf.

Und "Alt", weil der Sommer eben nun deutlich gealtert ist und sich wohl oder übel bald völlig von der Bildfläche verabschiedet. Noch kann ers aber, und so stehen einige sonnige und warme Tage an, auch wenn zwischen Sonntagmittag und Dienstagabend leider eine Unterbrechung stattfindet.

Am heutigen Samstag liegen zunächst Freud und Leid dicht beisammen, denn der Himmel ist oft strahlend blau und kaum eine Wolke tummelt sich. Allerdings sind Nebel und Hochnebel etwas zäher und hartnäckiger und könnten also stellenweise das Bild bis zum Mittag noch etwas verzerren.

Außerhalb der Nebel und nach dessen Auflösung wird es dann aber ein sonniger, trockener und angenehm milder Tag mit Höchstwerten zwischen 18 Grad in Schrozberg, 19 Grad in Stimpfach und 21 Grad in Kirchberg. In der Nacht ziehen langsam ein paar Wolken vor die Sterne, weshalb es dann auch nicht allzu kalt wird.

Am Sonntag dreht der Wind etwas auf Südwest, das Risiko für längeren Nebel sinkt wieder. Dafür sind tagsüber aber schon Schleierwolken am Himmel, und ab Mittag wirds insgesamt immer dichter. Nachmittags ziehen dann von Öhringen her auch einige Schauer, vereinzelt sogar kurze Gewitter durch die Region, sodass bis zum Abend überall mal mit Regen gerechnet werden muss. Es bleibt aber relativ mild bei 16 Grad in Bartenstein und 18 Grad in Frankenhardt.

Die neue Woche beginnt dann zunächst mit viel Gewölk und gelegentlichem Regen, der am Dienstag vorübergehend kräftiger wird. Ab Mittwoch bessert sich das Wetter wieder, und es gibt kaum noch Nebel. Es bleibt selbst im anfänglichen Regen über 15 Grad mild, und in der zweiten Wochenhälfte steigen die Temperaturen mit viel Sonne sogar wieder bis knapp 25 Grad an.