Windrad An der Landesgrenze bei Hausen am Bach entstehen heuer drei weitere Anlagen

Hausen am Bach / HARALD ZIGAN 16.02.2016
In der Landwehr wachsen weitere Windräder in den Himmel: Zu neun Anlagen auf bayerischer Seite kommen noch in diesem Jahr drei Windmühlen auf württembergischem Gebiet hinzu.

Der Landstrich bei Hausen am Bach in der nordöstlichen Ecke des Landkreises Schwäbisch Hall ist in der Rotoren-Branche überaus begehrt: Auf den Höhen der Landwehr weht der Wind ordentlich - was auf bayerischer Seite schon zum Bau von vier Anlagen in der Nähe von Bettenfeld und von fünf Windrädern unweit von Insingen geführt hat.

Auf der württembergischen Seite an der Landesgrenze will jetzt auch die ENBW die Kraft des Windes in Strom verwandeln. Das Landratsamt in Hall hat dem Energiekonzern drei Windräder der 200-Meter-Klasse im 50 Hektar großen Vorranggebiet "A" bei Hausen am Bach genehmigt. Das Areal wurde bereits im Juni 2015 im Flächennutzungsplan des Gemeindeverwaltungsverbandes Brettach/Jagst ausgewiesen, zu dem auch Rot am See zählt.

Ursprünglich wollte die ENBW drei Anlagen und die Firma Juwi zwei Windräder in diesem Gebiet errichten. Mit Rücksicht auf die Radaranlage der Heeresflieger in Niederstetten strichen jedoch beide Unternehmen jeweils einen Standort. Die ENBW kaufte Juwi die Projektrechte für eine Windmühle ab und kann somit jetzt wie ursprünglich geplant drei Anlagen des Typs Vestas V-126 mit einer Nennleistung von jeweils 3,3 Megawatt bauen, die Ende des Jahres in Betrieb gehen sollen.

Der produzierte Strom wird über ein zwölf Kilometer langes Erdkabel in ein Umspannwerk bei Rothenburg eingespeist. Die ENBW will für Bürger Beteiligungsmöglichkeiten an den Windrädern offerieren. Details stehen aber noch nicht fest.

Lizenz auch für Braunsbach

Der Protest der Stadt Langenburg gegen Windräder auf der gegenüberliegenden Seite des Jagsttales verhallte folgenlos: Das Landratsamt hat jetzt der Firma "EE Bürgerenergie Braunsbach" den Bau von vier Anlagen bei Orlach und Zottishofen genehmigt. Sechs weitere Windräder sind dort geplant, das Genehmigungsverfahren hierfür dauert aber noch an.

HAZ