Das Wichtigste war den Machern um Chef-Organisator Frieder Kehl natürlich zunächst mal ihr Feuerwehrfest in Lobenhausen. Und das lief heuer erstmals über drei Tage – und war bei herrlichem Wetter und gutem Besuch ein voller Erfolg. Die Interessengemeinschaft der Feuerwehrfreunde Kirchberg braucht ihr Sommerfest regelrecht, um ein paar Euro zur Unterstützung der Aktiven-Wehr, aber auch der Senioren zu rekrutieren. Vor 32 Jahren als Verein gegründet, sind die Förderer schon weit länger „festmäßig unterwegs“. Ausflüge werden organisiert, mal gibt’s ein Essen, und die Festausstattung mit Zelten, Bar und Theke muss auch unterhalten werden.

Apropos Unterhaltung: Dafür sorgte am Samstagabend „der Peter aus Tirol“, wie sich Alleinunterhalter Peter Laiminger selber vorstellte. „Dass man aus einer Zither so viel Sound rausholen kann“, wunderte sich so mancher. Andere fühlten sich gar „nach Wien in den Prater“ versetzt. Nun, ganz so „weanerisch“ war’s nun doch nicht, selbst wenn der Peter auf die Suche nach dem „Mariandl“ ging.

Für willkommene Abwechslung sorgte unterdessen die aktive Kirchberger Wehr mit ihren zwei Abteilungen. Auch wenn es diesmal nicht um Eintreffzeiten und Magazinstandorte ging, sondern „nur“ eine ganz profane Schauübung anstand, wurde schnell klar: Als um 19.30 Uhr der Alarm abgesetzt wurde, traf das erste Feuerwehrauto bereits nach sieben Minuten ein. Ordentliche Leistung!

Dem stellvertretenden Gesamtkommandeur Alexander Müller war es vorbehalten, die Übung zu kommentieren und dem Publikum vor Augen zu führen, dass bei einem Einsatz wie dem angenommenen – Verkehrsunfall mit eingeklemmten und bewusstlosen Personen – nichts so überflüssig ist wie Hektik. Ruhig und besonnen gingen die Wehrleute, darunter mehrere Frauen, ihrem Einsatzwerk nach.

Knapp ein Jahr nach dem Einsatz beim verheerenden Mühlenbrand in Lobenhausen habe sich die Arbeit der Feuerwehrleute sicher noch stärker in Richtung Umweltbewusstsein verändert, meinte Alexander Müller im Gespräch mit dem HT, „und das sicher im ganzen Land“. Denn auch auf der Autobahn könne ein Düngemittellaster umkippen und für eine Katastrophe sorgen. Die Einsatzpläne seien daraufhin ergänzt und erweitert worden, sagte Müller. Das Wichtigste allerdings sei auch weiterhin der Zeitfaktor. Und da seien die Kirchberger „immer gut dabei“.