Wolpertshausen Abwasser: Bei Gebühr zählt jeder Quadratmeter

Wolpertshausen / CLAUDIA KERN-KALINKE 04.04.2013
Grundstücksfläche mal Nutzungsfaktor ist künftig der Maßstab für die Beitragssätze in Wasser- und Abwasserbereich in Wolpertshausen.

Die knifflige Fleißarbeit einer Globalrechnung als Grundlage für künftige Beiträge und Gebühren hat die Verwaltung nicht selbst erstellt, sondern der Kommunalberatung Allevo übertragen. Deren Mitarbeiterin, Annette Westenberger, stellte die Kalkulation im Wolpertshausener Rat vor. Bei einer Enthaltung beschloss das Gremium die Beiträge der Abwasser- und Wasserversorgungssatzung. Hintergrund ist die neue Rechtssprechung, die von den Grundstückseigentümern auch Niederschlagswassergebühren verlangt. Die Verwaltungswirtin wies darauf hin, dass Beiträge einmalig für den Anschluss des Grundstücks an das Kanalsystem erhoben werden, während die Gebühren die laufenden Kosten für Frischwasser und Abwasserentsorgung decken sollen.

Nach dem Satzungsmuster des Gemeindetags soll in Wolpertshausen der Beitragssatz für den Abwasser- und Wasserbereich nach dem Maßstab Grundstücksfläche mal Nutzungsfaktor ausgestaltet werden, beschloss der Gemeinderat. "Die Gemeinde hätte die Niederschlagsgebühren nicht gebraucht", fand Bürgermeister Jürgen Silberzahn, "die einzigen, die davon profitieren, sind die Ingenieurbüros."

Info Beiträge nach der neuen Satzung: Für den öffentlichen Abwasserkanal: 2,61 Euro/pro Quadratmeter Nutzungsfläche (früher 2,45 Euro); für den mechanischen und biologischen Teil des Klärwerks: 1,31 Euro/je Quadratmeter Nutzungsfläche (früher 1,23 Euro); für die Wasserversorgung: 0,89 Euro/ pro Quadratmeter Nutzungsfläche (früher 0,72 Euro). Hinzu kommt bei der Wasserversorgung noch die Mehrwertsteuer.