Bereits im November vergangeen Jahres wurde das Ingenieurbüro Ziegler mit der Planung der beiden Projekte betraut: Das Abwasser aus den Dörfern Steinbach/Jagst (159 Einwohner) und Appensee (42 Einwohner) soll künftig in die Kläranlage nach Honhardt geleitet werden.

Im Teilort Steinbach/Jagst soll das Abwasser über ein Trennsystem zu einer Pumpstation und dann weiter über eine 1700 Meter lange Leitung nach Honhardt gepresst werden. In Steinbach muss auch dringend die Wasserleitung komplett erneuert werden.

Im Teilort Appensee soll ebenfalls ein Trennsystem errichtet werden. Das Schmutzwasser soll hier jedoch im Freispiegelkanal zu einer Pumpstation über eine 1400 Meter lange Abwasserdruckleitung zum Übergabeschacht bei Steinbach gepresst und von dort zur Kläranlage in Honhardt gepumpt werden.

Ingenieur Ziegler stellte die Planung dem Gemeinderat sowie zahlreichen Zuhörern in der jüngsten Sitzung des Kommunalparlaments vor. Die Baukosten für das Abwasser-Projekt in Steinbach/Jagst betragen rund 1,4 Millionen Euro, in Appensee kommt das Vorhaben auf 608 000 Euro - plus 192 000 Euro für die neuen Wasserleitungen. Vor Erstellung der endgültigen Unterlagen für den Zuschussantrag wird die Planung mit dem Landratsamt noch einmal abgestimmt.

Da zu erwarten ist, dass die Förderrichtlinien geändert werden und sich damit voraussichtlich auch die Zuschusshöhe negativ verändern wird, beabsichtigt die Gemeindeverwaltung, so bald als möglich (nach Abschluss der Gebührenkalkulation der gesplitteten Abwassergebühr) die notwendigen Zuschussanträge zu stellen.

Die Bürger von Steinbach/Jagst und Appensee werden noch über die beabsichtigten Projekte ausführlich informiert - vor allem über die zu entrichtenden Kanal- und Klärbeiträge.

Letztlich beschloss der Frankenhardter Gemeinderat, der Planung des Ingenieurbüros Ziegler zuzustimmen. Gleichzeitig wurde die Gemeindeverwaltung beauftragt, die Planung für die Abwasser-Projekte noch einmal mit dem Landratsamt abzustimmen.