Gründelhardt Abschied: Frankenhardter Rektor Ernst Zinke geht in den Ruhestand

Gründelhardt / CHRISTINE HOFMANN 24.07.2013
Eine Schultüte voll guter Wünsche bekam Rektor Ernst Zinke für seinen Ruhestand. Der Schulleiter der Grundschule Frankenhardt verabschiedete sich nach 39 Jahren aus dem Schuldienst.

"Als Lehrer warst du spitze, denn du machtest coole Witze", sangen die Schülerinnen des Schulchores und gaben ihrem Rektor eine Reihe guter Ideen für den Ruhestand mit auf den Weg. Zahlreiche Gratulanten schlossen sich mit ihren Wünschen bei der Feierstunde in der Frankenhalle in Gründelhardt an, in der Ernst Zinke 31 Jahre lang eine ganze Schülergeneration im Sportunterricht zum Schwitzen brachte.

Für Schweißausbrüche bei Rednern und Gästen waren diesmal allerdings die hochsommerlichen Temperaturen verantwortlich. Bevor Schulamtsdirektor Joachim Rimmele Ernst Zinke nach 39 Jahren Schuldienst in den Ruhestand verabschiedete, ließ er in einem Rückblick die Vita des 63-Jährigen Revue passieren. Zinke wuchs in Ellwangen auf, hier legte er das Abitur ab und ging zur Bundeswehr. 1971 begann er ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mit den Fächern Leibeserziehung und Englisch. Für seine erste Anstellung an der Grundschule Rindelbach kehrte er in seine Heimatstadt zurück.

Sieben Jahre später wurde Ernst Zinke nach Bühlertann versetzt, bevor er 1982 an die Grundschule Frankenhardt in Gründelhardt kam. "31 Jahre lang haben Sie an dieser Schule Jahr für Jahr Kinder unterrichtet, sie erzogen, ihnen Richtung gegeben und Chancen aufgezeigt", betonte Joachim Rimmele, "Sie haben hier 31 Jahre lang solide pädagogische Arbeit geleistet." An der Grundschule Frankenhardt wurde Ernst Zinke 1984 zum Konrektor ernannt. Seit 2005 leitete er die zweizügige Schule.

Zwei Leidenschaften lagen Ernst Zinke neben dem Unterrichten stets besonders am Herzen: Er engagierte sich für seinen Lieblingssport Tischtennis, wo er Lehrerfortbildungen abhielt, die ersten Lehrgänge für Schülermentoren durchführte und ein Lehrvideo auf den Weg brachte - und er setzte sich dafür ein, die englische Sprache in der Grundschule zu verankern. "Man darf Sie mit gutem Gewissen als Multiplikator für das GrundschulEnglisch bezeichnen", sagte Rimmele.

Bürgermeister Jörg Schmidt lobte die "menschliche, freundliche Art" des scheidenden Schulleiters, der sich Neuem gegenüber stets aufgeschlossen gezeigt und Werte wie Hilfsbereitschaft und Solidarität im Schulleben verankert habe. "Die Schule ist hervorragend aufgestellt und zukunftsfähig", stellte Jörg Schmidt fest.

Die Weiterentwicklung zur Ganztagesschule, die bislang nicht umgesetzt werden konnte, werde die Gemeinde Frankenhardt gemeinsam mit seinem Nachfolger im Visier behalten. Ein neuer Rektor wurde auf der Abschiedsfeier indes noch nicht vorgestellt. Zwar sind bereits zahlreiche Gerüchte über einen potenziellen Kandidaten im Umlauf, von offizieller Seite sind diese aber bislang nicht bestätigt worden.

Der bisherige Schulleiter selbst freute sich nun darauf, das ganze Jahr Ferien zu haben. "Was mir aber fehlen wird, ist der tägliche Umgang mit den Kindern und die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und dem ganzen Umfeld", sagte Ernst Zinke in seinen Abschiedsworten.

Gelegenheit, in Kinderaugen zu blicken, wird er jedoch weiterhin haben. Dafür sorgen seine drei Kinder und vier Enkel, die bei der Abschiedsfeier dabei waren.