Landkreis A6: Breites Bündnis für den Ausbau

Blick auf die Autobahn 6 bei Braunsbach. Die Verkehrsbelastung bis 2025 kann auf 60000 Fahrzeuge am Tag steigen.
Blick auf die Autobahn 6 bei Braunsbach. Die Verkehrsbelastung bis 2025 kann auf 60000 Fahrzeuge am Tag steigen. © Foto: Ufuk Arslan
Landkreis / SWP 06.06.2013
Die Landtagsabgeordneten der SPD, CDU und FDP im Kreis Schwäbisch Hall stehen fraktionsübergreifend für den Ausbau der A6. Das begrüßt der Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten.

Das Verkehrsministerium in Stuttgart hat jetzt die fraktionsübergreifende Kleine Anfrage "Ausbau der A 6 zwischen Weinsberg und der bayerischen Landesgrenze" beantwortet. Die drei Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Schwäbisch Hall. Friedrich Bullinger (FDP), der CDU-Abgeordnete Helmut Walter Rüeck und Nikolaos Sakellariou (SPD) sind sich einig, dass die A6 von Weinsberg bis an die bayerische Landesgrenze zügig 6-spurig werden müsse. Die Verkehrsbelastung habe 2012 mit 47000 Fahrzeuge pro Tag - davon hatte der Schwerlastverkehr einen Anteil von 42 Prozent - die Kapazitätsgrenze schon längst überschritten. 2025 werde mit 60000 Fahrzeugen gerechnet.

Während die Vorentwürfe vom Autobahnkreuz Weinsberg bis zur Anschlussstelle Kupferzell vor dem Abschluss stünden, befände sich der Ausbau zwischen Kupferzell bis zur Landesgrenze erst in der Planungsphase. Dies bedeute, dass noch nichts über den Zeitpunkt des Baubeginns gesagt werden könne. Die Landesregierung werde einer Maßnahme als Private-Public-Partnership (PPP)-Projekt zur Finanzierung nicht im Wege stehen.

Gerade auf diesen Punkt geht der hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten, in einem Rundschreiben ein: "Wenn jetzt alle an einem Strang ziehen, kann das PPP-Projekt im Jahr 2016/2017 starten."

Minister Hermann im Widerspruch zur Grünen-Basis

Bei den Grünen habe sich nun zumindest Landesverkehrsminister Winfried Hermann bewegt, freut sich von Stetten. Dieser wolle zwar nach wie vor keinen vorgezogenen Ausbau durch ein PPP-Finanzierungsmodell, aber zumindest sei er von seiner Ausbauverweigerung abgerückt und bereit, die Strecke für den Bundesverkehrswegeplan 2016 bis 2028 vorzuschlagen. Damit befindee er sich im Widerspruch zur grünen Basis im Hohenloher Land, die weiterhin einen sechsspurigen Ausbau strikt ablehne. Von Stetten: "Wir müssen den Druck weiter forcieren, damit bis Ende des Jahres eine Lösung gefunden wird."