Während ein Beamter der Verkehrspolizei am Dienstagvormittag gegen 11 Uhr auf der L 1060 im Bereich der Kreuzung bei Hausen Luftbilder der Unfallstelle mit einer Drohne macht, steht ein Mann bei einem der verunglückten Fahrzeuge. „Das sieht hier ja aus wie auf einem Schlachtfeld“, sagt Helmuth Seimen aus Bühlertann. Seine Tochter Sonja war gegen 10.30 Uhr mit ihrem Fiat auf der Landesstraße auf dem Weg zur Arbeit nach Schwäbisch Hall.

Eine 64-jährige Opel-Fahrerin, die von Untersontheim in Richtung Hausen unterwegs war, hat an der Kreuzung die Vorfahrt der 23-Jährigen missachtet. Es kam zur Kollision. Der Fiat der jungen Frau hat sich überschlagen und ist im Seitengraben gelandet. 

Der Airbag des Kleinwagens hat sich dabei nicht geöffnet.

Beide Fahrerinnen mussten schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Ein herbeigerufener Rettungshubschrauber wurde letztlich nicht benötigt, die Feuerwehr musste nicht alarmiert werden. Beiden Fahrzeuge, an denen jeweils Totalschäden in einer Gesamthöhe von rund 7000 Euro entstanden sind, wurden abgeschleppt.

„Wie kann so etwas passieren? Hier hat man doch gute Sicht“, fragt sich Seimen. Seine Tochter konnte ihn nach dem Zusammenstoß noch anrufen. Er hat sich direkt von seiner Arbeitsstelle in Sulzdorf auf den Weg zur Unfallstelle gemacht. „Warum gibt es hier keinen Kreisverkehr?“, fragt er. „Bei all den Unfällen, die dort passieren.“ Die Drohnenfotos hat die Polizei zur Sicherheit angefertigt. „Falls ein Gutachten angeordnet wird, können wir so den Verlauf besser rekonstruieren“, erklärt der Beamte, der den Unfall am Boden aufnimmt.

Eine Stunde später ist der Verkehr auf der bis dahin beidseitig zwischen Hausen und Ummenhofen gesperrten Landesstraße wieder einspurig freigegeben worden.

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