Kirchberg „Startschuss für Rewe ist gefallen“

Kirchberg / Luca Schmidt 25.07.2018
In Kirchberg möchte sich ein Vollsortimenter ansiedeln. Der Gemeinderat stimmte nach der Vorstellung des Projektes für die Ausarbeitung eines Bebauungsplans.

Kirchberg bekommt einen neuen Vollsortimenter: „Der Startschuss für den Rewe-Markt ist gefallen“, sagte Bürgermeister Stefan Ohr. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellten Andreas van Ommen von der Firma Schoofs Immobilien und der Rewe-Expansionsleiter Dirk Schlund die Pläne vor. Gemeinsam haben Investor und Bauherr Schoofs und der Handelskonzern Rewe bereits mehrere Märkte gebaut. Der Gemeinderat entschied einstimmig, das Kreisplanungsamt mit der Ausarbeitung des Bebauungsplans und der Durchführung des Verfahrens zu beauftragen.

Auf einer Fläche von 1400 Quadratmeter sollen in Kirchberg 12.000 bis 13.000 Produkte verkauft werden. Zusätzlich ist ein Backshop mit 100 Quadratmetern geplant. Insgesamt ist die Fläche des Grundstücks 6636 Quadratmeter groß, auf dem Parkplatz soll es 90 Stellplätze geben.

Stadt-Silhouette in Gefahr?

Eine der wichtigsten Fragen im Gemeinderat: Stört der geplante Markt die Sicht auf die Altstadt Kirchbergs, wenn man von der Autobahn in die Stadt fährt? „Entscheidend ist doch, wie hoch das Gebäude im Vergleich zur Landesstraße sein wird“, sagte Stadtrat Robert Schmid-Denkler in der Sitzung.

Der Stand der Planung lasse laut Van Ommen noch keine Antwort darauf zu, aber Dirk Schlund beruhigte: Zwar stehe eine Firsthöhe von acht Metern in den Plänen; aber diese könne auf Wunsch auch verringert werden. „Wenn es am Ende dann nur sechs Meter sind, dann sind es halt nur sechs Meter“, so Schlund. Aber nicht nur der Rewe-Expansionsleiter, sondern auch der Gemeinderat signalisierte, dass das Projekt daran nicht scheitern solle. „Vom Gemeinderat unterhalten sie volle Unterstützung“, sagte Stadtrat Gerhard Borchers.

„Wir haben schon länger gewusst, dass der Edeka-Markt nicht mehr den baulichen Anforderungen entspricht“, sagte Bürgermeister Stefan Ohr gegenüber dem HT. Deshalb habe man seit zwei Jahren intensiv nach einer Lösung gesucht – und mit Rewe gefunden. „Das Konzept überzeugte uns wegen dem Warenangebot, der Warenvielfalt und dem Frischeangebot“, so Ohr. Außerdem funktioniere die Zusammenarbeit mit Rewe und Schoofs sehr gut.

Nahtloser Übergang

Auch mit Edeka habe man Gespräche geführt, die aber ohne Ergebnis blieben. Trotzdem gebe es „ein gutes Einvernehmen“ mit dem Konzern, sagte Stefan Ohr. Solange der Rewe-Markt noch nicht geöffnet hat, können die Kirchberger bei Edeka einkaufen. „Allerdings hat Edeka kommuniziert, dass es auf Dauer keine zwei Märkte in Kirchberg geben wird,“ sagte der Bürgermeister.

Ein Eröffnungstermin für den neuen Markt steht noch nicht fest, allerdings soll das Verfahren nicht länger als zwei Jahre dauern – ansonsten könnte Rewe laut Andreas van Ommen von den Vereinbarungen zurücktreten. Ebenfalls noch nicht gefunden: ein Betreiber für den Markt. Ein Selbstständiger soll das Geschäft übernehmen. „Ausgeschrieben wird aber erst, wenn wir die Baugenehmigung haben“, so Dirk Schlund.

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