Igersheim / Obersontheim "Passend gemacht, was nicht passt"

Igersheim / Obersontheim / SWP 01.10.2014
Igersheim hat wie Obersontheim vor dem Verwaltungsgerichtshof geklagt. Während Obersontheim das Verfahren beendet, macht Igersheim weiter.

45 Seiten umfasst das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes Mannheim. Im Igersheimer Gemeinderat versuchten Rechtsanwalt Michael Pfleger und Igersheims Bürgermeister Frank Menikheim, dem Gremium den Inhalt zu vermitteln.

Für Pfleger hat das Gericht in Sachen Gemeinschaftsschule (GMS) Igersheim "Willkür-Urteile" gefällt. Damit habe man passend gemacht, "was nicht passt, nämlich die Ablehnung des Igersheimer Antrags auf Einrichtung einer GMS."

Hoffnung setzt die Verwaltung beim neu gestellten Antrag auf die neue Rechtslage: "Seit 1. August enthält das Schulgesetz die ,regionale Schulentwicklung, damit bekommt die Raumschaft (Bad Mergentheim, Igersheim, Assamstadt) Gewicht." Das Regierungspräsidium habe die Schülerzahlen nicht "hinreichend transparent und methodisch einwandfrei" berechnet.

Wenn der Antrag abgelehnt wird, dann habe Igersheim in einigen Jahren nur noch eine zweizügige Grundschule. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, sämtliche Möglichkeiten auszuschöpfen.