"Impfungen greifen zu einem willkürlichen Zeitpunkt in das Immunsystem ein und zwingen es zu einer Reaktion", teilt Elisabeth Buser aus Hall mit. Das willkürliche Eingreifen könne Spuren hinterlassen: Zwar würden die Krankheiten in der Regel nicht mehr durchgemacht, aber als Folge könnten beispielsweise Entwicklungsstörungen, epileptische Krämpfe, Allergien oder Asthma auftreten. Die Impfentscheidung sollte nicht automatisch erfolgen, sondern nach reiflichem Abwägen von Pro und Contra. "Es ist ein Mangel, dass es kaum Untersuchungen zu den alltäglichen Nebenwirkungen von Impfungen gibt", so Elisabeth Buser.

Die Impffreiheit sei ein hohes Gut, das nicht vorschnell geopfert werden dürfe. Der Berliner Junge, der tragischerweise an Masern gestorben ist, sei wegen einer schweren Herzerkrankung im Berliner Krankenhaus Charité gelegen, als er an Masern erkrankte.

Busers Kollegin Nicole Schmutz, ebenfalls Homöopathin, weist auf die hohe Zahl von Impfungen für Kleinkinder hin: Bis zu 42 in den ersten drei Lebensjahren. "Das kann ein Immunsystem nicht stärken. Gerade solche Kinder sind sehr anfällig für komplizierte Krankheitsverläufe", schreibt sie. Das Immunsystem müsse mit Infekten trainiert werden, statt es mit Impfungen, bei denen Aluminium und Formaldehyd ins Blut gespritzt wird, zu schwächen.

Buser wünscht sich mehr anthroposophisch und homöopathisch ausgebildete Ärzte, die sich zutrauen, außer der Schulmedizin auch diese Heilverfahren bei Infektions- und Kinderkrankheiten einzusetzen.