. Auf rund zwei Millionen Euro schätzte das Ingenieurbüro Richter und Rausenberger aus Gerlingen die Kosten für eine Sanierung des 86 Jahre alten Freibades, das an allen Ecken und Enden massive Schäden aufweist. Und es ist fraglich, ob Zuschussquellen für das Vorhaben sprudeln können.

Die Macht dieser großen Zahl dürfe aber nicht dazu verleiten, "jetzt eine schnelle Entscheidung gegen das Projekt herbeizuführen", sagen Kathrin Müller und Sebastian Weigel. Überhaupt gehen der Vorsitzende und seine "Vize" beim inzwischen 150 Mitglieder starken Förderverein der "Freibadfreunde Schrozberg" davon aus, dass die Bäder-Planer in ihrer Sanierungsstudie eine "Premiumversion" vorgestellt haben - ohne günstigere Alternativen.

Der Förderverein stellte deshalb eigene Berechnungen an: Demnach könnten die Kosten auf 1,1 bis 1,3 Millionen Euro gedrückt werden. Allein zwei Planschbecken mit Wasserspielen schlagen in der Studie der Planer mit rund 450 000 Euro zu Buche.

Als Alternative zu einem kompletten Neubau sollte auch geprüft werden, ob nicht doch ein Ersatz des Beckens an bisheriger Stelle möglich ist: "Uns ist der Erhalt des Status quo wichtig, wir brauchen kein Luxus-Bad", sagt Kathrin Müller. Der Gemeinderat berät am 23. April über das Freibad.