Stimpfach Penny-Markt: „Feiertag für die Gemeinde“

Bei der Eröffnung (von links): Penny-Bezirksleiter Peter Schittenhelm, Verkaufsleiter Tim Bergmann, Filialleiterin Miriam Fuchs, Auszubildende Fiona Hismani, Gebietsleiter Expansion Uli Baka, Investorin Sandra Kittler und Stimpfachs Bürgermeister Matthias Strobel
Bei der Eröffnung (von links): Penny-Bezirksleiter Peter Schittenhelm, Verkaufsleiter Tim Bergmann, Filialleiterin Miriam Fuchs, Auszubildende Fiona Hismani, Gebietsleiter Expansion Uli Baka, Investorin Sandra Kittler und Stimpfachs Bürgermeister Matthias Strobel © Foto: Fotos: Luca Schmidt
Stimpfach / Luca Schmidt 07.06.2018
Der Penny-Markt in Randenweiler hat geöffnet, womit sich die Nahversorgung der Gemeinde Stimpfach enorm verbessert. 600 bis 700 Kunden werden täglich erwartet.

Der Penny-Markt in Randenweiler hat geöffnet – auf diesen Satz warten die Einwohner Stimpfachs bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Für Bürgermeister Matthias Strobel geht damit ein Wunsch in Erfüllung: Seit elf Jahren hat er sich für eine Verbesserung der Nahversorgung in seiner Gemeinde eingesetzt.

Von einem „Feiertag für die Gemeinde“ sprach Strobel in seiner Rede zum Pre-Opening, der Voreröffnung des Marktes. Und trotz einer Verspätung von rund einem Monat war es doch irgendwie eine Punktlandung: Kurz bevor Uli Baka, Gebietsleiter Expansion, die Gäste begrüßte, verschwand der letzte Handwerker. Einkaufen konnte man beim Pre-Opening aber noch nicht – obwohl es einige probierten, waren doch die Türen geöffnet und die Regale gefüllt. Es gab aber eine Marktführung für alle Gäste.

Mietvertrag über 15 Jahre

Uli Baka freute sich „tierisch“ darüber, dass nun alles geklappt habe. Dass später als geplant eröffnet wurde, habe damit zu tun, dass sie das Dach vor Winterbruch nicht rechtzeitig zubekommen hätten. Der Mietvertrag laufe nun 15 Jahre – mindestens.

Er freute sich auch, dass er mit Bürgermeister Strobel einen „zusätzlichen Bauleiter“ gehabt habe, der bei Problemen auch schon mal bei ihm angerufen habe. Und Strobel packte selbst mit an: Als auf einem Werbeschild das falsche Eröffnungsdatum stand, verbesserte er es kurzerhand mit den Arbeitern mit Panzertape.

Tim Bergmann, der als Verkaufsleiter für mehr als 70 Filialen zuständig ist, zeigte sich zufrieden. „Als wir im vergangenen Jahr zum Spatenstich hier waren, gab es nur einen Acker.“ Mehr Läden würden für ihn in erster Linie mehr Verkauf bedeuten.

Strobel war ebenfalls froh über die Neueröffnung – auch wenn der Discounter erst „auf der Zielgeraden“ mit einem besseren Angebot das Rennen gemacht habe. „Wir hatten eigentlich immer den Discounter Netto an der Hand“, erklärte er.

Der Kampf um den Standort für den neuen Markt scheint ebenfalls vergessen: Eigentlich sollte der neue Laden zwischen Randenweiler und Stimpfach gebaut werden, doch die regionale Grünzäsur ließ das nicht zu. So musste die Gemeinde für 200.000 Euro das Grundstück für den jetzigen Markt erwerben, das am Ortsrand liegt und hauptsächlich der Firma MSB-Gerätetechnik gehörte. Auf 770 Quadratmetern können die Kunden jetzt aus einem Sortiment von rund 2200 Artikeln auswählen.

Aus über 2200 Artikeln wählen

Bezirksleiter Peter Schittenhelm erwartet, dass rund 600 bis 700 Kunden täglich vorbeischauen: 300 bis 400 aus der Gemeinde, der Rest wegen der günstigen Lage des Markts an der B 290. 64 Parkplätze stehen zur Verfügung.

Die Ersten, die bei dem neuen Discounter einen Tag später um 7.30 Uhr einkaufen, sind Anne Schulz aus Stimpfach und Andrea Olbrich-Schulz aus Randenweiler. Bislang sind sie immer gleich auf dem Weg direkt von der Arbeit nach Hause einkaufen gegangen – beide arbeiten in Crailsheim. „Wenn ich dann mal so schnell was gebraucht habe, bin ich nach Jagstzell gefahren“, sagt Schulz. Jetzt sind beide froh, dass der Penny endlich seine Türen in Randenweiler eröffnet hat. Und was wird eingekauft, wenn man als eine der Ersten den Laden betritt? „Ich kaufe frische Sachen, das Obst sieht richtig gut aus. Und ich fahre jetzt gleich zur Arbeit, also ein paar Sachen, die ich dort noch brauchen kann“, sagt Schulz.

Nur der Bäcker fehlt noch

Fast perfekt also – wäre da nicht der leere Raum direkt neben der Eingangstür. Hier soll eine Bäckerei einziehen, die Suche läuft noch. Beim Spatenstich war jemand von der Eggenroter Bäckerei dabei, das Unternehmen ist allerdings insolvent. Wegen der guten Lage direkt an der B 290 ist Peter Schittenhelm optimistisch, dass bald ein Betreiber gefunden wird.

Info

Der Penny-Markt hat von Montag bis Samstag von 7.30 bis 21 Uhr geöffnet. Für nicht mobile Stimpfacher gibt es einen Fahrdienst, der von der Nachbarschaftshilfe organisiert wird und donnerstagmorgens um 10 Uhr fährt. Anmelden kann man sich unter Telefon: 0152/23741153.

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