Die Umsetzung des vom Gemeinderat im Januar verabschiedeten Feuerwehrbedarfsplans wird – neben den regulären Übungen und den zu leistenden Einsätzen – in den kommenden Jahren eine der Hauptaufgaben der Feuerwehr Schrozberg sein. Das machte Stadtbrandmeister Marc Möbus auf der Hauptversammlung deutlich, auf der er und sein Stellvertreter Jochen Östreicher in ihren Ämtern bestätigt wurden.

Im vergangenen Jahr wurden die 157 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau zu 59 Einsätzen gerufen: zu  elf Bränden, 34 Hilfeleistungen und 14 sonstigen Einsätzen wie der Beseitigung von Ölspuren, Bäumen auf Fahrbahnen oder Unwettereinsätzen. Die größeren Brandeinsätze waren in anderen Gemeinden. Die Schrozberger Feuerwehr war dabei als Überlandhilfe insbesondere mit der Drehleiter unterstützend tätig. Mit „ehrenamtlich, engagiert, einsatzbereit“ fasste Möbus die Arbeit der freiwillig tätigen Feuerwehrleute zusammen, die als „Mädchen für alles“ bei einer Vielzahl von Gefahrenlagen erste Ansprechpartner sind.

Erstmals wurde in Zusammenarbeit von Feuerwehr, Stadtverwaltung und Kreisbrandmeister Werner Vogel ein Feuerwehrbedarfsplan erarbeitet. Bis zum Jahr 2023 sind darin der Bau von zwei Feuerwehrhäusern (Bartenstein und Spielbach) und die Anschaffung von fünf Fahrzeugen (Bartenstein, Leuzendorf, Spielbach und Schrozberg) vorgesehen. Eine Veränderung der Abteilungsstruktur wird damit einhergehen: Die Abteilungen Bartenstein, Ettenhausen und Riedbach werden zur Abteilung West zusammengelegt.

Außerdem soll das Feuerwehrhaus in Schrozberg erweitert und mit einer Notstromversorgung ausgestattet werden. Insgesamt kommen auf die Stadt rund 4,5 Millionen Euro Kosten zu.

Einstimmig verabschiedet

Darin enthalten sind auch Löschwasserbehälter, deren Bau noch ansteht. Dies, so Bürgermeisterin Jacqueline Förderer, habe im Gemeinderat Überraschungen ausgelöst; die nötigen Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser hingegen waren dort seit 2016 bekannt. Trotzdem wurde der Bedarfsplan einstimmig verabschiedet, was Förderer als Unterstützung für die Feuerwehr-Arbeit sieht.

Die freiwilligen Feuerwehren garantierten den Schutz der Bevölkerung, betonte Kreisbrandmeister Werner Vogel: „Sie leisten hier auf dem Land das Gleiche wie die Hauptberuflichen in der Großstadt.“ Feuerwehrfrau oder -mann  zu sein, sei eine innere Einstellung gegenüber seinen Mitmenschen. Das Engagement, zu dem eine „zweite Berufsausbildung in der Freizeit“ gehöre, sei mit persönlichen Risiken verbunden.  

Ehrenkreuze für Feuerwehrmänner


Das Ehrenzeichen in Gold erhielt Andreas Köhnlein, der bereits seit vier Jahrzehnten in der Feuerwehr aktiv ist.

Seit 25 Jahren stellen Hubert Kraft, Matthias Herrmann, Klaus Ehrmann, Helmut Hüttner und Florian Ilg ihre Zeit in den Dienst der Feuerwehr. Dafür erhielten sie das Ehrenzeichen in Silber.