Bühlerzell "Der Wein bleibt im Kofferraum"

Bühlerzell / NINA WOELKALEXANDRA SCHÖNECK 07.03.2014
Gute Laune und Gemütlichkeit zeichnen den Vieh- und Krämermarkt in Geifertshofen aus. Gestern kaufen einige hundert Besucher bei den rund 25 Händlern ein. Zu essen gibts Kutteln und Schlachtplatte.

Nebel hängt am Donnerstag noch zwischen den Häusern, als Marktmeister Elmar Klaus den Geifertshofener Markt eröffnet. Trotz der Kälte steht er seit sechs Uhr auf der Straße, weist den Händlern ihre Plätze zu und begrüßt sie mit einem Schnaps. "Ich habe einen guten Draht zu Petrus, heute wirds schönes Wetter!", sagt er. Der Hof, auf dem sonst Groß- und Kleinvieh gehandelt wird, ist leer. Bürgermeister Franz Rechtenbacher nimmts gelassen: "Die Kiste Wein bleibt wohl im Kofferraum", sagt er - normalerweise spendiert er jedem Viehhändler zwei Flaschen Wein.

Zwar geht es ruhiger zu als beim Jubiläumsmarkt im Herbst, dennoch füllt sich der Markt schnell. "Ich bin seit mehr als zehn Jahren dabei", erzählt Irmgard Neidlein, die Holzfiguren verkauft, "es ist ein gemütlicher Markt." Auch für René Brecht, der Schmuck anbietet, hat die Teilnahme Tradition." Erwin Fischer aus Bühlerzell ist Stammgast und sagt: "Wenn man hier aufgewachsen ist, genießt man die Gemütlichkeit."

Auch fürs Essen ist gesorgt. Werner Stellmach, Vorstand des Schützenvereins, unterzieht den Stand seines Vereins einer kritischen Prüfung und beißt herzhaft in eine Currywurst. Man müsse ja wissen, ob essbar ist, was man verkauft. Seine Bewertung, typisch schwäbisch: "Ma kos esse!" Natürlich gibts auch Kutteln - im Hirsch. "Wir haben zwölf Kilo vorbereitet, aber das wird wohl nicht reichen", sagt die Wirtstochter Bianca Wappler lachend. Etwas versteckt liegt der Gewölbekeller, in dem der Förderverein Freibad zur Schlachtplatte einlädt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel