Zur Gemeinderatssitzung in Frankenhardt am 22. Juli: "Den Gemeinderäten war die ganze Sache lästig"

SWP 05.08.2013

In erstaunlichem Sprachtempo, ohne Mikrofon, und die Darstellung des Kartenmaterials über Laptop und Beamer funktionierte auch nicht richtig, so wurden die beiden Tagesordnungspunkte zum Thema "Teilflächennutzungsplan Windenergie" in Windeseile abgehakt. Man hatte den Eindruck, dass die herzlich eingeladene Bevölkerung gar nicht alles verstehen sollte. Hauptsache, die Gemeinderäte hatten die über 85 Seiten starken Sitzungsunterlagen gründlich gelesen und verstanden?!

Drei bis vier kritische Bemerkungen/Fragen der Gemeinderäte (danke an die Fragensteller) wurden nicht diskutiert; man hatte sich anscheinend schon im Vorfeld abgesprochen.

In rekordverdächtiger Zeit, als ginge es um ein kleines Bau- oder Sanierungsvorhaben im Kindergarten und nicht darum, einen Windpark mit den höchsten zurzeit machbaren Windrädern in 700 Meter Abstand zu den Schäferwaldanwohnern zu ermöglichen.

Man hatte den Eindruck, den Gemeinderäten war die ganze Sache lästig. Nur schnell, schnell, bringen wirs hinter uns! Möglichst keine weiteren Fragen, die nur zu unnötigen Verzögerungen führen! Ohne Gegenstimme bei nur zwei Enthaltungen stimmten unsere Gemeinderäte dem vorgelegten Aufstellungsbeschluss zu.

In 2014 stehen Gemeinderatswahlen an, und den meisten Frankenhardter Bürgern und natürlich auch den Gemeinderäten wird mit der aktuellen Ausweisung von Vorrangflächen ja auch die bedrängende Nähe von Windrädern erspart. Schäferwald-Anrainer: "Pech gehabt!" Ihr seid einfach zu wenig Wähler.

Christiane Bauer,

Frankenhardt-Hinteruhlberg