Infrastruktur Werben für Nürnberger S-Bahn bis Crailsheim

Wird die Nürnberger S-Bahn vielleicht bis Crailsheim verlängert?
Wird die Nürnberger S-Bahn vielleicht bis Crailsheim verlängert? © Foto: Verkehrsverbund Nürnberg
Crailsheim/Nürnberg / JS 03.07.2018
Verkehrsverbund beteiligt sich an einer Untersuchung für die S-Bahn-Verlängerung nach Crailsheim.

22 Mitglieder des Zweckverbands Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (ZVGN), dazu zählen Landkreise und kreisfreie Städte, haben auf der ZVGN-Versammlung in Nürnberg den Antrag des Landkreises Ansbach „Verlängerung der S-Bahn-Linie S 4 nach Crailsheim“ befürwortet. Im Beschluss steht, dass die Geschäftsstelle beauftragt wird, „mit der BEG das weitere Prozedere für eine Verlängerung der S 4 zu besprechen“. BEG steht für Bayerische Eisenbahngesellschaft, sie bestellt den Personennahverkehr.

Zudem würde der Zweckverband ein Viertel der Kosten (bis 10.000 Euro) für eine Voruntersuchung übernehmen, heißt es weiter, wenn der Rest von staatlicher oder kommunaler Seite finanziert wird. Laut Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig sei die Finanzierung bereits gesichert, schreibt die Fränkische Landeszeitung, und werde je zur Hälfte von den Landkreisen Ansbach und Hall übernommen.

Um Unterstützung geworben

Einer, der sich sich auf baden-württembergischer Seite für eine Verlängerung starkmacht, ist Dr. Friedrich Bullinger. Das positive Votum des Verkehrsverbunds wollte der FDP-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Hall am Sonntag beim Tag der Franken in Ansbach zum Anlass nehmen, um beim Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder (CSU) um Unterstützung zu werben. „Wir haben durch positiven Beschluss des Nürnberger Verkehrsverbundes jetzt einen wichtigen, zusätzlichen Befürworter und Partner für unser Anliegen einer Verlängerung der S-Bahn bis zum Bahnhof nach Crailsheim dazu gewinnen können“, schreibt Bullinger in einer Pressemitteilung.

Ein positives Signal senden auch die 142 Delegierten des CSU-Kreisverbands Ansbach-­Land. Sie sprachen sich einstimmig für eine Verlängerung aus.  „Wir müssen den Wirtschaftsraum Hohenlohe erreichbar machen“, betonte der Vorsitzende Jan Helmer.

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