Ein zentrales Element der Bio-Musterregion Hohenlohe sind die sogenannten „Hohenloher Bio-Sterne“. Mit diesen sollen Bioprodukte und Produktlinien mit Vorbildcharakter ausgezeichnet werden. Und damit soll es jetzt losgehen.

Mittlerweile sind die Kriterien, nach denen die Produkte bewertet werden, festgezurrt worden. Außerdem ist eine Jury besetzt worden, die die Bewertung der Produkte vornimmt. „Bis zum 16. Februar können sich Bioerzeuger und -verarbeiter aus der gesamten Region Hohenlohe bewerben“, sagt Franziska Frey, Regionalmanagerin der Bio-Musterregion Hohenlohe. Aber auch nach dem Verstreichen der Frist können sich interessierte Produzenten bewerben. „Es wird dann im weiteren Jahresverlauf je nach Bedarf weitere Jurysitzungen geben“, verspricht Frey.

Sechs Kriterien erfüllen

Für die Bewerbung müssen insgesamt sechs von acht Vorgaben erfüllt sein. Drei davon sind zwingend erforderliche Kriterien: Frey nennt „100-Prozent biologisch entlang der Wertschöpfungskette“, Regionalität und einen positiven Beitrag zum Klima- und Gewässerschutz. „Zusätzlich müssen drei von fünf freien Kriterien erfüllt werden“, ergänzt die Regionalmanagerin. Diese lauten „Müllvermeidende Verpackung“, „Beitrag zum Erhalt der heimischen Biodiversität und Landschaft“, „Fairer Erzeugerpreis und faire Unternehmenskultur“, „Besonderer Geschmack und Förderung der Genusskultur“ sowie „Beitrag zum Erhalt und der Förderung des traditionellen Handwerks“.

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Schwäbisch Hall

Rund 100 Adressen befinden sich im großen E-Mail-Verteiler der Musterregion. Diese Akteure aus Landwirtschaft, Produktion und Verarbeitung sind schon über den Startschuss des Projekts „Bio-Sterne“ informiert worden. „Bewerbungen liegen uns zwar noch nicht vor, aber Interessenten gibt es schon einige“, sagt Frey. „Wir sind optimistisch, dass wir einige bekommen. Am schönsten wäre es, wenn die Jury dann die Qual der Wahl hätte.“ Die Regionalmanagerin geht davon aus, in einer ersten Tranche fünf bis sechs Produkte mit Sternen auszeichnen zu können. Zum März sollen die Sterne vergeben werden.

Eine Website der Bio-Musterregion ist noch nicht online. Daher bittet Frey Interessenten, sich bei Rückfragen an sie zu wenden. „Die Website ist zwar schon fertig, sie wird aber noch vom Landwirtschaftsministerium geprüft“, erklärt Frey. Zur Fachmesse Bio-Fach Mitte Februar in Nürnberg soll die Homepage aber online gehen.

Die Jury besteht aus zwölf Mitgliedern. Neben der Regionalmanagerin und Koordinator Dr. Walter Döring ist die Stiftung Haus der Bauern durch ihren Vorstandsvorsitzenden Rudolf Bühler vertreten. Döring fungiert außerdem als Vorsitzender der Jury. Als Sprachrohr der regionalen Gastronomie fungiert Adelheid Andruschkewitsch vom Bioland-Restaurant Rose in Vellberg-Eschenau, die Interessen der Verbraucher vertritt Almut Rau, Berufsschullehrerin an der Eugen-Grimminger-Schule in Crailsheim. Die Bioverbände entsenden Reiner Schmidt von Demeter in das Gremium. Weitere Mitglieder sind Vertreter der Erzeuger, Verarbeiter, der Landfrauen und der Landjugend sowie je ein Mitarbeiter der Landwirtschaftsämter des Landkreises Schwäbisch Hall und des Hohenlohekreises.

„Im Januar werden wir die Kriterien bei einer öffentlichen Jury-Sitzung noch einmal detailliert vorstellen“, sagt Jury-Vorsitzender Döring. „Ich denke, dass die Sache dann deutlich an Fahrt aufnehmen wird.“ Bei den Abstimmungen bekommt jedes Jury-Mitglied eine Stimme, der Vorsitzende hat zwei. „Wenn es Stimmengleichheit gibt, können wir so für eine Entscheidung sorgen“, erklärt Döring. Für ihn sind die Bio-Sterne nicht nur ein landwirtschaftliches Thema. „Das hat Strahlkraft über die Region hinaus und kann auch einen positiven Effekt auf den Tourismus haben“, sagt der ehemalige Landeswirtschaftsminister. „Damit unterscheiden wir uns auch von den anderen Bio-Musterregionen im Land.“

Info


Interessenten senden ihre Bewerbung inklusive Biozertifikat und Bildern von Produkten und deren Verpackung per E-Mail an biomusterregion@hdb-stiftung.com. Bei Rückfragen zur Bewerbung wird sich die Jury an die Bewerber wenden. Informationen zu den Kriterien erteilt Regionalmangerin Franziska Frey unter der Telefonnummer 0 1 73 / 5 35 49 90 oder E-Mail franziska.frey@hdb-stiftung.com.