Das Baugebiet „Häuslesbühl“ nimmt Form und Gestalt an. Manche Wege sind schon geteert, von den Straßenlampen stehen die Pfosten und überhaupt sieht alles so aus, als ob die Bauherren dort bald mit dem Bauen loslegen könnten.

20 Bauplätze angeboten

Deshalb hat die Gemeinde Satteldorf jetzt auch die Grundstücke verkauft – der Termin war von vielen sehnlich erwartet worden. Obwohl die Gemeinde damit gerechnet hatte, dass die 20 Bauplätze weggehen würden wie die warmen Semmeln, war sie dann doch vom Interesse der möglichen Käufer überrascht. Bürgermeister Kurt Wackler hatte das „Windhundprinzip“ ausgerufen. Sprich: Den Zuschlag sollte der bekommen, der mit seiner Bewerbung am schnellsten war. Kürzlich an einem Montag um 8 Uhr ging es los. Doch lange davor standen schon die Interessenten vor dem Rathaus Schlange. „Das Fax und der Mailbriefkasten haben nur noch bing bing gemacht“, berichtete Bürgermeister Kurt Wackler in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Satteldorf.

Für die 20 Baugrundstücke hat die Gemeinde nun insgesamt 48 Bewerbungen. „Bei den Einheimischen- wie bei den Auswärtigengrundstücken gibt es einen deutlichen Überhang an Interessenten.“

Bereits um 8.01 Uhr waren für die Einheimischen-Grundstücke 18 Bewerbungen eingegangen – 15 standen hier zur Verfügung.“ Bei den fünf Auswärtigen-Grundstücken sah es sogar noch schlechter aus. „Wie soll man das jetzt verteilen?“, fragte Wackler die Gemeinderäte. „War einer zuerst da, nur weil sein Fax vielleicht vor dem eines anderen in die Hand genommen wurde?“ Eigentlich, so der Bürgermeister, sei er kein Freund von Verlosungen. „Aber vielleicht sollten wir in diesem speziellen Fall doch darüber nachdenken.“

Jedenfalls sollen jetzt Gespräche mit den Interessenten geführt werden. Es bleibt also abzuwarten, ob der eine oder andere noch abspringt, so Wackler. „Manche haben auch ein Wunschgrundstück angegeben. Vielleicht tritt ja jemand zurück, wenn es damit nicht klappt.“

„Wollen die Leute ja hier halten“

Die Verwaltung will die Bewerbungen „abarbeiten“ und dann noch mal informieren, wie weiter vorgegangen wird. „Wir wollen ja die Leute hier halten, die unter Umständen schon seit Jahrzehnten hier wohnen.“ Die Verwaltung nimmt übrigens noch immer Vormerkungen an. Mit einer Berücksichtigung in der Vergabetranche 2019 können die Interessenten aber nicht rechnen, teilt die Verwaltung mit.