Zu der internationalen Konferenz hat die Stiftung Haus der Bauern Experten unter anderem aus Indien eingeladen. So wird Khorlo Bhutia, Staatssekretär des indischen Bundesstaats Sikkim, davon berichten, wie man es geschafft hat, die Landwirtschaft auf 100 Prozent ökologisch umzustellen. „Wenn wir von Bio reden, geht es aber nicht nur um die Landwirtschaft. Es spielen auch kulturelle und soziale Aspekte rein“, sagt Rudolf Bühler, Vorsitzender der Stiftung Haus der Bauern, bei einer Pressekonferenz vor dem offiziellen Beginn des World Organic Forum.

Es gehe bei dem Treffen vor allem darum, sich zu vernetzen und voneinander zu lernen, sagt Organisator Rudolf Buntzel. „Die Bauern müssen sich weltweit zusammentun“, ergänzt Vijay Kumar, Berater der Regierung des indischen Bundesstaats Andhra Pradesh. „Es ist uns eine Ehre, hier zusammen mit deutschen Landwirten diskutieren zu können.“ Die Verhältnisse in Indien und Deutschland ließen sich zwar nicht direkt miteinander vergleichen, aber man teile ein gemeinsames Ziel: die gesunde Ernährung. Und diese müsse ohne den Einsatz von Pestiziden erreicht werden.

Bis Freitag wird es auf Schloss Kirchberg zahlreiche Vorträge zum Thema ökologische Landwirtschaft zu hören geben. In Arbeitsgruppen sollen die Themen vertieft werden. „Wir wollen voneinander lernen“, sagt Malla Reddy, Direktor einer Nichtregierungsorganisation in Andhra Pradesh. „Es ist eine Freude, hier zu sein.“

„Wir sind auf dem Weg zurück zu 100 Prozent Bio“, ergänzt Bühler abschließend. „Ich bin gespannt, was der Minister dazu sagen wird.“ Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) werde sich nämlich zur Einstimmung beim „Talk im Schloss“ zum Thema „Global denken, lokal handeln – die Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft“ äußern.