Vor rund einem Jahr noch hatte die Firma Hosta konkrete Pläne, Produktionen aus dem Ausland abzuziehen und sie in Randenweiler zu zentralisieren. Dies ist nun aber auf die lange Bank geschoben worden. „Es hat einfach alles zu lange gedauert, auch wenn uns die Gemeinde bei unserem Vorhaben sehr unterstützt hat“, erklärt Gregor Ottenwälder, technischer Leiter bei Hosta. „Jetzt wird zuerst unser Standort in Holland ausgebaut.“ Dennoch sei es wichtig, dass der Bebauungsplan weiter verfolgt werde und nun kurz vor seinem Abschluss steht. So könne künftig kurzfristiger auf den Markt mit einer Erweiterung der Produktionsfläche reagiert werden.

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Greut II“ wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung gefasst. Der Bau einer neuen Produktionshalle mit rund 5000 Quadratmetern in der Fläche und 15 Metern in der Höhe im Anschluss an das Hochregallager wäre dann möglich. Allerdings müssten erst noch Ausgleichsmaßnahmen auch außerhalb des Firmengeländes durchgeführt werden. „Der Ausgleich durch die angrenzenden Grünflächen würde nicht ausreichen“, so Stimpfachs Bürgermeister Matthias Strobel.

Nachruf auf Hermann Opferkuch Auf sein Wort konnte man sich verlassen

Stimpfach

Iris Hemming von den Stadtlandingenieuren stellte die Besonderheiten des Bebauungsplans bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Hier sind die unterschiedlichen Höhen auffallend. Die Höhe des Erweiterungsbereichs ist auf 15 Meter begrenzt und orientiert sich am vorderen Teil der bestehenden Produktionshalle. Der mittlere Teil wurde bestandsgegeben mit dem Hochregallager auf 30 Meter festgelegt. Die ursprüngliche Planung der Firma Hosta sieht eine Halle mit einer Grundfläche von rund 5000 Quadratmetern vor.

Hosta bringt demnächst „Risco“ auf den Markt

Der Gemeinderat fasste einstimmig einen Aufstellungsbeschluss. Bürgermeister Strobel plant die Abwägung der eventuell eingehenden Einwände bereits im Herbst mit dem neuen Gremium. „Auch wenn es noch keine konkreten Planungen oder gar einen Zeitraum zur Umsetzung gibt, wollen wir mit dem Bebauungsplan schon einmal die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen, da so ein Bebauungsplan ja mehrere Monate dauert. Damit soll die Firma dann bauen können, wenn sie so weit ist und nicht auf uns warten müssen“, erklärt Strobel.

Viele bekannte Produkte wie Nippon, Mr. Jim oder Mr. Tom werden in Randenweiler produziert und kommen dann als fertige Süßware EU-weit auf den Markt. Ab Herbst gibt es zudem noch „Risco“ als neues Produkt. Genaueres will Ottenwälder dazu allerdings noch nicht verraten. Rund 100 Mitarbeiter arbeiten im Werk in Randenweiler. „Es hat sich in den letzten Jahren sehr viel Positives getan“, berichtet Ottenwälder. Verbesserte Arbeitsbedingungen und flexiblere Arbeitszeiten sorgen für eine positive Grundstimmung in der Belegschaft. Zudem wurde das Sommerfest für alle Mitarbeiter und deren Angehörige nach vielen Jahren Pause als kleines Dankeschön wieder ins Leben gerufen. „Die Arbeit hier macht Spaß“, betont Ottenwälder.

Evelyn Burdecki macht Werbung für Mr. Jim

Von einer Aufbruchstimmung im Betrieb sprechen Anika Färber und Tanja Unbehauen von der Marketing-Abteilung. „Der Name bleibt gleich, wir machen nur ein modernes Re-Design unserer Produkte“, so Anika Färber. In Kürze sollen Werbekampagnen starten, dabei setzt Hosta besonders auf das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“.

Als frisches Gesicht für die Werbung von Mr. Jim wurde TV-Star Evelyn Burdecki als Markenbotschafterin engagiert. Um jüngere Konsumenten anzusprechen, werden die Produkte nicht nur klassisch, sondern auch digital durch Influencer beworben.

Zudem will Hosta regional wieder stärker präsent sein. Ende vergangenen Jahres wurde hierfür ein Werksverkauf inklusive Cafeteria eröffnet. Zudem will man vor allem bei Familienfesten wieder mehr Präsenz in der Region zeigen sowie soziale Angebote unterstützen.

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Im Februar diesen Jahres starb Hermann Opferkuch junior im Alter von 60 Jahren. Die 1949 von Hermann Opferkuch senior gegründete Firma wird nun in dritter Generation von Laura Opferkuch geführt, die in dem Familienbetrieb den Modernisierungskurs ihres Vaters fortführt.

Der Name der Firma leitet sich aus den Initialen des Unternehmensgründers und Buchstaben des Firmensitzes ab: Hermann Opferkuch STimpfAch. Quelle: Wikipedia