Die Serie „Victoria“ erzählt das Leben der Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien, die von 1837 bis 1901 regierte. Derzeit läuft die dritte Staffel, Historienfans in Deutschland werden im Internet fündig. Die neuen Folgen setzen anno 1848 ein. In London scheint eine Revolution möglich, und so drängt die Regierung die Königin darauf, die Hauptstadt zu verlassen. Plötzlich taucht ihre geheimnisvolle zwölf Jahre ältere Halbschwester Feodora auf. Deren Besuch sorgt für allerlei Spannungen.

Eben diese Feodora war es, die zuvor ins Hohenlohische heiratete. 1828 war das, um genau zu sein, und zwar den Fürsten Ernst zu Hohenlohe-Langenburg. In der Serie werde Feodora als „eher garstig“ dargestellt, sagt Fürst Philipp zu Hohenlohe-Langenburg, der heutige Schlossherr. Die beiden Halbschwestern hatten „eine gute Beziehung“, sie hätten sich „sehr geschätzt“.

Originalstücke der Schwestern Queen Victoria und Feodora

Wenn nicht allein dies schon Grund genug gewesen wäre, mit einer Ausstellung auf Schloss Langenburg einmal an Queen Victoria zu erinnern, dann doch der hier: Am Freitag, 24. Mai, wäre ihr 200. Geburtstag. Eine kleine Sonderausstellung zum Thema „200 Jahre Queen Victoria“ läuft von diesem Tag an bis zum Saisonende am 3. November während der üblichen Führungen.

Zu sehen sind Originalstücke aus dem Besitz der Halbschwestern. „Bedeutendstes Ausstellungsstück ist der einzig erhaltene Krönungshandschuh Victorias“, heißt es in einer Pressemitteilung, und weiter: „Bezaubernd sind auch ein Armkettchen aus dem Jahr 1862, in das Haare aller Kinder der Königin eingearbeitet wurden, und eine Miniatur vom Auge der Königin auf Elfenbein.“

Das sind nicht die einzigen ­Geschenke, die aus der alten ­Heimat bei Feodora eintrafen: Ein Geburtstagsbrief der Königin, ­Stickereien, ein Buch, Fotografien und Gemälde Victorias und ihrer Familie runden die Ausstellung im Jubiläumsjahr ab. Fürst Philipp spricht in diesem Zusammenhang davon, dass sie „ein bisschen Briefwechsel“ gefunden hätten.

Ob heute noch Briefe geschrieben werden oder E-Mails oder Whatsapp-Nachrichten, ist nicht überliefert. Fakt ist: Fürstin Saskia und Fürst Philipp pflegen gute Kontakte zum britischen Königshaus. Das liegt natürlich auch da­ran, dass Fürst Philipps Groß­vater Gottfried zu Hohenlohe-Langenburg mit Prinzessin Margarita von Griechenland und Dänemark verheiratet war, der ältesten Schwester von Prinz Philip, dem Mann an der Seite von Königin Elisabeth II.

Prince Charles und Fürst Philipp sind Brüder im Geiste

Fürst Philipps Vater war damit ein Cousin von Prinz Charles, dem britischen Thronfolger. Philipp nennt Charles „Onkel“, dabei sind sie eher Brüder im Geiste, beide begeistern sich für die Slow-Food-Bewegung. Die Hohenloher sind regelmäßig in England zu Gast, unabhängig davon, ob jemand heiratet. So kommt es vor, dass sie nach ihrem Schottland-Urlaub einen Abstecher machen oder – wie vor zwei Wochen – bei der Royal Windsor Horse Show auf der Tribüne sitzen.

Die Queen war da, Prinz Philip, und zur Abschlussparade auch Prinz Harry. Dessen Wohnsitz Frogmore Cottage ist nur einen Katzensprung entfernt. Doch Prinz Harry kam allein, ohne Herzogin Meghan und das Baby, das jeder gerne gesehen hätte.

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