Aus „CDU und Freie Wähler“ ist „Die Neue Liste“ geworden.  Da man kein aktives CDU-Mitglied mehr in seinen Reihen habe, sei die Namensänderung naheliegend gewesen, sagt Listenführer Rudi Berger, bei der letzten Gemeinderatswahl mit 2103 Kreuzen auf den Wahlzetteln der Ilshofener Stimmenkönig. „Die Neue Liste“ ist bislang mit zehn Gemeinderäten im Rat vertreten und stellt nun mit 7 Frauen und 18 Männern die meisten Kandidaten.

Breites Themenspektrum

Als Ziele nennt Rudi Berger unter anderem attraktives Wohnen für Jung und Alt, Berücksichtigung von innerörtlichen Baulücken für eine Nachverdichtung, Erweiterung des Betreuungsangebotes in Kindergärten und Schulen sowie Ausarbeitung von Konzepten für Jugendprojekte. Angebote für ältere Menschen wie das Seniorenmobil sollen beibehalten und ausgebaut, noch mehr wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen und das heimische Gewerbe gestärkt werden. Die Landwirtschaft soll durch schonenden Flächenverbrauch, den Erhalt der Dienstleistungszentren und Modernisierung des Feldwegenetzes gestützt werden. Ebenso auf die Fahnen geschrieben hat sich „Die Neue Liste“ auch eine zukunftsorientierte Ärzteversorgung, Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, Klimaschutzmaßnahmen, Förderung des Vereinslebens und die Verbesserung der Rad- und Wanderwege.

Mit einer ähnlich breiten Themenagenda gehen die 24, zwischen 22 und 71 Jahre alten Kandidaten der „Freien Wählerschaft – Unabhängige Bürgerliste“ ins Rennen. Künftige Schwerpunkte in der Gemeindeentwicklung sollen Ausbau und Erhalt der Infrastruktur, Sanierung des Freibads Unteraspach, die Sanierung der Kläranlage Ilshofen mit Zuleitungen aus Ruppertshofen und Unteraspach sowie der maßvolle Ausweis und die Erschließung von Bauplätzen für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlungen sein. Außerdem wolle man Kindergärten und Schulen sowie das Wir-Gefühl ins Ilshofen stärken,  schreibt Klaus Fischer. Der Verwaltungswirt sitzt bereits seit 1984 im Ilshofener Gemeinderat und kandidiert nun erneut. Mit Klaus-Dieter Ziegler und Dieter Zeh treten indes zwei langjährige Gemeinderäte seiner Liste nicht mehr an.

Die dritte Fraktion im Bunde ist die „Offene Liste – SPD“, die neben den aktuell schon im Gemeinderat vertretenen Oliver Paul und Rosalinde Wahl noch acht weitere Kandidaten aufgestellt hat. Schwerpunkte, für die sich die „Offene Liste“ einsetzen möchte, sind zum Beispiel schnelles Internet für alle Wohnplätze, Schaffung eines Treffpunkts für Jugendliche, Ausbau der Schulsozialarbeit, Stärkung des Schulstandorts Eckartshausen, Bau von Kreisverkehren an allen drei gefährlichen Einfahrten in die L 1066, Blühinseln für Bienen und andere Insekten sowie ein Bus­linienkonzept auch fürs Wochenende. Für den Wohnungsbau wolle man soziale Kriterien etablieren, schreibt Oliver Paul. Vorgeschlagen werde ein Punktesystem für Mehrfamilienbebauung.

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