Zuständig für die Zuschüsse ist der Verein Bürgerschaftliche Regionalentwicklung Jagstregion, bei dem sich die Kommunen bewerben. Am Mittwoch hat der Verein in Ellwangen getagt. Die Projekte dürfen mit einer Leader-Förderung von rund 622.000 Euro rechnen. Bis zum Stichtag 23. September sind weitere Bewerbungen möglich.

Mit den Zuschüssen bauen die Gemeinden der Jagstregion unter anderem ein Mitfahrbänke-Netzwerk auf. Die neuen Bänke im einheitlichen Stil bieten zukünftig eine Anlaufstation für freiwillige Mitfahrgelegenheiten.

Daneben kamen vier weitere kommunale Projekte zum Zug: In Unterdeufstetten nutzt die Gemeinde Fichtenau die ab 2020 leer stehende Grundschule in eine Arztpraxis um, um so dauerhaft die medizinische Grundversorgung sicherzustellen.

Jagstzell verwendet den Zuschuss, um Barrierefreiheit am Dorfgemeinschaftshaus Dankoltsweiler herzustellen. Eine Kneippanlage entsteht in Westhausen. Und auf Initiative der örtlichen Jugend baut Frankenhardt einen Fahrradparcours als neue Freizeitanlage.

Zwei Unternehmen bezuschusst

Auch drei Vereine können sich über Zuschüsse freuen: Der Obst- und Gartenbauverein Ellenberg baut mit der Förderung ein Wirtschaftsgebäude im vereinseigenen Lehrgarten. Der Schützenverein Regelsweiler öffnet sein Schützenhaus für eine breitere Nutzung durch die Dorfgemeinschaft und erhält Geld für den Umbau. Und der Trägerverein ehemalige Synagoge Oberdorf saniert das Kulturdenkmal. Die dringend nötigen Arbeiten sichern das Gebäude.

Weiter erhalten zwei Unternehmer einen Leader-Zuschuss: In Jagstheim errichtet eine selbstständige Friseurin einen barrierefreien Friseursalon mit künftig fünf Arbeitsplätzen. In Stimpfach baut ein Gastronom das Dachgeschoss zu Ferienwohnungen für Radtouristen auf dem Kocher-­Jagst-Radweg um.

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