Sehr viele Schwangere seien aufgrund der Corona-Pandemie beunruhigt, teilt Lisa Kunz von der Hebammenzentrale, die vom Landkreis Hall ins Leben gerufen wurde, mit. Ärzte und Hebammen seien mehr damit beschäftigt, Frauen aufzuklären als die wichtige medizinische Arbeit zu leisten. Um die Arbeit in der Klinik nicht zu gefährden, werden Schwangere gebeten, sich mit ihren Fragen ausschließlich an die Hebammenzentrale zu wenden: 01 51 / 64 41 74 64. Rückrufwünsche auf dem Anrufbeantworter würden erfüllt. Mailanfragen würden täglich beantwortet. Die E-Mailadresse lautet: info@hebammenzentrale-sha.de.

Kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten

Die Hebammenzentrale hat einen Flyer veröffentlicht, der auf der Homepage abrufbar ist. Unter anderem heißt es darin, dass es aktuell keine Hinweise gebe auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder darauf, dass das Virus auf das Baby übertragen werden könnte. Das könne nach aktuellem Stand auch nicht beim Stillen passieren. Sind Mütter infiziert, sollten sie einen Mundschutz tragen, um Säuglinge vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen.

Für die Kliniken im Landkreis Schwäbisch Hall gelten laut Hebammenzentrale bei Geburten einheitliche Regeln: Zur Geburt darf eine Begleitperson mit, sofern diese Person ohne Beschwerden ist und nicht in einem Risikogebiet war. Dies gilt ab der Kreißsaal-Aufnahme. Bei Einleitungen oder Latenzphase muss die Frau alleine auf Station bleiben.

Keine Besuche des Vaters auf Wochenbett-Station

Nach der Geburt darf der Vater zwei Stunden bleiben. Auf der Wochenbett-Station sind keine Besuche erlaubt, auch nicht vom Vater. Auch ambulante Kontrollen erfolgen immer ohne Begleitperson – zum Beispiel bei Terminüberschreitungen oder CTG-Kontrollen. Schwangere sollen unbedingt die Dringlichkeit am Telefon besprechen, bevor sie sich auf den Weg in die Klinik machen, teilt die Hebammenzentrale mit.