Autorennen 70 Fahrer geben beim Großaltdorfer Autocross ordentlich Gas

ERNST-WALTER HUG 11.09.2013
Zum zehnten Mal hat der Motorsportclub Großaltdorf sein Autocross veranstaltet. Die Autorennen finden auf einem abgeernteten Feld statt. Dabei dürfen die Fahrer nicht zimperlich sein.

Mit wie viel Dreck wird ein Sieg beim Autocross erkauft? "Na, so eine Schubkarre voll", versuchte Motorsportclub-Sprecherin Claudia Zimmer zunächst eine Erklärung, meinte dann aber, dass man bei zu viel Kontakt mit dem Dreck, wenn man etwa von der Piste abkommt, eher nicht Erster eines Laufes werde und nichts mit dem Sieg zu tun habe. "Aber es stimmt schon: Scheu vor Staub, den einen oder anderen Brocken Ackerboden oder Stroh im Auto oder an den Klamotten darf man nicht haben."

Die haben weder die 60 bis 70 Helfer des Motorsportclubs (MSC), die seit vielen Wochen das jährliche Event vorbereitet hatten - Behördengenehmigungen besorgen, Öffentlichkeitsarbeit, Strecke präparieren, Zelt aufbauen, Absperrungen, Einweisung von Streckenposten, Kinderprogramm organisieren, um nur einiges zu nennen - noch die am Rennen beteiligten Fahrer.

Natürlich waren auch Fahrer des MSC Großaltdorf am Start. Viele der Autocross-Begeisterten, die das Fahrerlager am vergangenen Wochenende bevölkerten, kamen aber aus ganz Süddeutschland. Schon am Samstag gabs ein offenes Training. Freitag- und Samstagabend wurde im Festzelt zünftig gefeiert.

"Manche haben eine halbe Werkstatt dabei", meinte Clubsprecherin Claudia Zimmer. Da wurde geflext, geschweißt und geschraubt bis kurz vor dem Rennen am Sonntag, zwangsläufig auch während des Rennens zwischen den einzelnen Läufen. Einige kamen da mit Beulen oder von den Felgen gezogenen, platten Reifen von der Rennstrecke. Die 800 bis 1000 Zuschauer begeisterte es. Sie klatschten immer wieder mal Beifall, wenn die Sieger eines Laufes langsam die Boxengasse zwischen den Zuschauerplätzen und dem Fahrerlager entlang rollten.

Gefahren wurde das Autocross-Rennen auf einem Acker zwischen Großaltdorf und Oberaspach in mehreren Hubraum-Klassen für seriennahe Fahrzeuge. Außerdem gab es einen Lauf für Eigenbauten. Zudem konnten die Damen, die Mechaniker und auch Jugendliche ab 14 Jahren ihr Können unter Beweis stellen.

70 Fahrer haben sich am Großaltdorfer Autocross beteiligt, obwohl es Wertungen für höher gesteckte Ziele, etwa Meisterschaften, nicht zu gewinnen gab. "Wir haben uns zwar schon öfter überlegt, einem Verband beizutreten. Doch die wollen dann immer auch bei der Gestaltung der Rennen mitreden und stellen Bedingungen, die wir allein schon vom organisatorischen Aufwand her nicht erfüllen können", so Claudia Zimmer. "Unser Autocross bleibt, was es ist: einfach Spaß."

Die siegreichen Fahrer beim Großaltdorfer Autocross