Wiesenbach 40 Jahre lang Schusters Rappen gepflegt

Die Jubilare bei der Albverein-Ortsgruppe Wiesenbach (von links): Gisela Häcker, Kurt Hörber, Kuno Hübner, Josef Aschenbrenner, Martin Bodis, Helmut Schmidt, Fritz Striffler, Emil Gehringer und Gauvorsitzender Andreas Raab. Fotos: Kuno Hübner
Die Jubilare bei der Albverein-Ortsgruppe Wiesenbach (von links): Gisela Häcker, Kurt Hörber, Kuno Hübner, Josef Aschenbrenner, Martin Bodis, Helmut Schmidt, Fritz Striffler, Emil Gehringer und Gauvorsitzender Andreas Raab. Fotos: Kuno Hübner
Wiesenbach / LS 28.02.2014
Einen großen Festabend stemmte dieser Tage die zahlenmäßig kleinste Albvereins-Ortsgruppe im Burgberg-Tauber-Gau: Die Ortsgruppe Wiesenbach zog alle Register ihres Könnens.

Dass die Ortsgruppe Wiesenbach keinen Vergleich in Sachen Engagement und Ideenreichtum zu scheuen braucht, war für jeden Gast zu spüren. Alles passte beim 40-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe zusammen: der musikalische Rahmen, die Dekoration der Lötholzhalle, die Bewirtung und die Programmbeiträge.

Nach der musikalischen Einstimmung durch ein Ensemble des Akkordeonorchesters "Hohnerklang" aus Rot am See erinnerte die Vorsitzende Gisela Häcker an die Zeit der Gründung durch den damaligen Bürgermeister und späteren Gauvorsitzenden Dieter Klapschuweit. Nach dessen Wegzug übernahmen Gerhard Blumenstock und Hermann Albich die Leitung der Ortsgruppe, die seit 2006 unter weiblicher Regie steht und mit viel Elan geführt wird.

Gau-Vorsitzender Andreas Raab bedankte sich für eine jahrzehntelange Treue zum Verein und dessen Ziele, die neben dem Wandern besonders die Pflege von Natur, Brauchtum und Heimat umfassen. Dazu passten die vom Liederkranz Wiesenbach ausgewählten Lieder "Hohenlohe - unsere Heimat" und "Was noch frisch und jung an Jahren" bestens. Bürgermeister Klaus Köger machte mit einem Zitat deutlich, worin er den Wert des Wanderns und des Albvereins sieht: "Der Weg ist das Ziel. Wandern ist kinderleicht. Es ist allen zugänglich. Einfach losgehen. Offen sein für die Natur und Kultur, Blickachsen wahrnehmen, das Tempo des Alltags herausnehmen und zurückkehren zum menschlichen Maß."

Das setze die Ortsgruppe beispielhaft um, wenn es um die Beteiligung am Kinderferienprogramm, am Taubenmarkt oder bei Fahrradtouren gehe.

Ganz in Wanderkluft überraschte Ortsvorsteher Manfred Glemser das Publikum und Pfarrer Christoph Knoke verwies auf die biblische Erfahrung, dass gerade dem kraft- und mutlos gewordenen Wanderer Gott besonders nahekommen könne.

Als Wanderin, die trotz Wohnsitzes in Gerabronn "seit Urzeiten" ihrer Ortsgruppe treu geblieben ist, ließ Ilse Rath in einem launigen Gedicht besondere Ereignisse Revue passieren, bevor Kurt Hörber und Waltraud Hübner in einem Sketch von den Fallstricken und Tücken des Wanderns erzählten.

Kein Jubiläum ohne Ehrungen: Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Friedrich Striffler, Emil Gehringer und Helmut Schmidt vom Gauvorsitzenden eine Urkunde und eine Ehrennadel überreicht, für 25-jährige Mitgliedschaft Josef Aschenbrenner, Martin Bodis, Kurt Hörber und Kuno Hübner.