Sanierung 2,44 Millionen Euro für das Freibad

Wird das Freibad in Unteraspach saniert, bekommt das Planschbecken, das hier im Gegenlicht der Wintersonne ruht, einen neuen Platz und einen Wasserlauf zum Spielen.
Wird das Freibad in Unteraspach saniert, bekommt das Planschbecken, das hier im Gegenlicht der Wintersonne ruht, einen neuen Platz und einen Wasserlauf zum Spielen. © Foto: s
Ilshofen / Ute Schäfer 09.01.2018
Das Ilshofener Freibad in Unteraspach muss saniert werden. Der Gemeinderat hat jetzt über das Vorgehen entschieden. Ein neuer Kiosk wird nicht miteingeplant.

Das Schwimmbecken leckt, die Umkleidekabinen haben schon bessere Tage gesehen und das Planschbecken ist auch nicht mehr taufrisch. Das ist der Zustand des Freibads in Unteraspach. Trotzdem ist es den Ilshofenern lieb – und den Gemeinderäten teuer.

Nach der Besichtigung anderer Freibäder im Sommer, nach zahlreichen Diskussionsrunden und Extrasitzungen ist jetzt klar: In der Variante, die dem Gemeinderat als Mindestlösung vorschwebt und für die das Planungsbüro das Vorhaben in einem Streichkonzert noch mal deutlich abgespeckt hat, wird die Sanierung grob zweieinhalb Millionen Euro kosten. Ganz endgültig ist der Betrag allerdings noch nicht, denn mit einem geologischen Gutachten muss erst noch die Tragfähigkeit des Bodens unter dem Becken geprüft werden. Ergibt dies, dass eine Tiefgründung erforderlich ist, wird die Sanierung 2,55 Millionen Euro kosten. Sie würde sogar noch teurer, wenn das Becken in dieser Variante nicht sogar etwas verkleinert worden wäre. In diesem Fall wäre es zwar noch 50 Meter lang, aber dreieinhalb Meter schmaler als zuvor.

Planschbecken und Rutsche

Muss das Becken nicht tief gegründet werden, kostet die Sanierung bei unveränderter Beckengröße (50 mal 18 Meter) 2,44 Millionen. Die restlichen Posten sind bei beiden Varianten gleich. Das Becken wird mit Edelstahlkopf und Folienauskleidung gebaut. Außerdem gibt es ein neues Planschbecken mit Wasserlauf, ein Ein- und Dreimeterbrett und eine Breitwellenrutsche. Außerdem sollen unter anderem die Gebäude saniert werden.

Ein neuer Kiosk ist allerdings nicht vorgesehen. Dabei hat auch er eine Anpassung an heutige Anforderungen dringend nötig. Deshalb sollte man den Kiosk wenigstens mitplanen, forderte Gemeinderat Marc Jourdan und stellte einen entsprechenden Antrag, „damit wir uns nichts verbauen“. Denn wenn der Kiosk irgendwann neugebaut wird, „und das müssen wir bestimmt in den nächsten Jahren tun“, sei es wichtig, dass Strom und Wasser schon entsprechend liegen und die Toiletten in der Nähe sind. Der Antrag wurde von den Gemeinderäten allerdings abgelehnt, weil man jetzt noch nicht wisse, was in ein paar Jahren sein werde. Die Leitungen könne man ja vorsorglich legen, aber das Geld für eine komplette Planung sei möglicherweise vergebens ausgegebenes Geld.

Die Gemeinderäte hatten die Warnung von Bürgermeister Roland Wurmthaler noch im Ohr, die er bei der Vorstellung des Haushaltsplans geäußert hatte: Er hatte von der gesunkenen Gewerbesteuer berichtet und vom klammen Haushalt im kommenden Jahr. „Wenn das tatsächlich in der befürchteten Größenordnung kommt, werden wir womöglich nicht genug Geld für das Freibad haben.“ Denn mit der Sanierung des Freibads wolle man ohnehin erst nach der Saison, also im Herbst, starten. Andere große Projekte wie etwa die Sanierung der Kläranlage seien da schon angelaufen und nicht mehr zu stoppen. „Vielleicht ist dann einfach kein Geld mehr da.“

Der Antrag Marc Jourdans wurde mit drei Ja-, 14 Neinstimmen und sechs Enthaltungen abgelehnt.

Die Gemeinde wird die Sanierung also ohne Kiosk weiterplanen und das geologische Gutachten in Auftrag geben. Die Gemeinderäte stimmten diesem Vorgehen mehrheitlich bei einer Enthaltung zu.

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Sprungbrett und Breitwellenrutsche

Die Kosten für den „Spaßfaktor“ teilen sich wie folgt auf: Die sogenannte „Sportausstattung“ mit einem Drei- und einem Einmeterbrett sowie Startblöcken schlägt mit 150 000 Euro zu Buche. Die Breitwellenrutsche wird voraussichtlich 75 000 Euro kosten und das Planschbecken mit Wasserspiellandschaft etwa 260 000 Euro. uts

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