Bühlertann 12 Sorten in 15 Minuten weg

SWP 07.02.2014
Kalt, laut, nass und ein strenger Geruch nach Apfelessig: So präsentierten sich die Produktions- und Lagerräume der Hohenloher Fruchtsäfte.

Obwohl kein Apfel im Silo oder in der Zerkleinerungsmaschine zu sehen war, liefen die Maschinen auf Hochtouren. Der Apfelsaft kam aus den riesigen Tanks im Keller, die jeweils bis zu 30000 Liter fassen. Zwei Millionen Liter Tankvolumen stehen im Keller zur Verfügung. Damit sie nicht explodieren, wird die Gärung genau überprüft.

Gestaunt haben die Bühlertanner Realschüler der Klasse 7b, die auch den Text verfasst haben, über Zutaten aus Ländern wie Costa Rica, Ägypten oder Brasilien. Von dort wird Fruchtkonzentrat, zum Beispiel aus Orangen, verarbeitet. Aus Deutschland kommen Äpfel, Birnen und Quitten. Den Saft verkauft der Betrieb im Umkreis von zirka 100 Kilometern. Bis er im Laden zu kaufen ist, dauert es aus dem Tank bis in die Flasche eine Woche.

Die vielen Fragen der jungen Gäste beantwortete Frau Heller. Die Schüler haben eine Betriebsbesichtigung gemacht, weil sie am Zisch-Projekt teilnehmen. "Ein Geheimrezept gibt es nicht. Wir sind nicht Coca-Cola", so Frau Heller. Aber der Kellermeister erfinde immer wieder neue Sorten. 12 der 72 unterschiedlichen Saftformate durften die Schüler probieren. Alle waren lecker, obwohl manche auch bitter, zimtig oder sauer schmeckten. In fünfzehn Minuten tranken sie zwölf Flaschen. Favorit war "Süßer Apfel".