Stimpfach 1001 Nacht und neue Impulse

Mitwirkende beim Weihnachtskonzert waren die Jugendkapelle, der Projektjugendchor, Spektachorlär" und die Musikkapelle Stimpfach. Foto: Daniela Röhling
Mitwirkende beim Weihnachtskonzert waren die Jugendkapelle, der Projektjugendchor, Spektachorlär" und die Musikkapelle Stimpfach. Foto: Daniela Röhling
Stimpfach / DANIELA RÖHLING 31.12.2013
Nachdenklich und gleichzeitig gefühlvoll weist die Musikkapelle Stimpfach in der Pfarrkirche St. Georg in ihrem Weihnachtskonzert mit dem Titel "Stern über Betlehehm" den Weg in das neue Jahr.

Eine Gemeinde steht musikalisch nach den Weihnachtsfeiertagen zusammen und stellt dabei ein hochwertiges sowie klangvolles Programm auf die Beine. Dabei setzt Stimpfach mit dem Weihnachtskonzert zugleich eine musikalische Duftmarke in der Region. Die Mitwirkenden des Konzertes - Jugendkapelle, Projektchor, Spektachorlär und Musikkapelle - lassen keine Zweifel zu: In puncto Musik ist Stimpfach vorbildlich aufgestellt.

Der Nachwuchs verzauberte die Zuhörer mit Klängen aus 1001 Nacht: Mit dem Stück "Aladin" lud die Jugendkapelle ein, mit dem wohl bekanntesten Zauberteppich aus dem Alltag auszubrechen. Erfrischend auch die abenteuerlichen und heroischen Klänge des Stückes "Equinox". Ein Werk, das nicht nur die Nachwuchsmusiker bereits bei der Probe in ihren Bann gezogen hatte, sondern auch das Publikum mitriss. Mit Impulsen aus der neuzeitlichen Weihnachtsgeschichte "Bethlehem" von Kurt Gäble regte die Musikkapelle zur kritischen Reflexion an. Lieder wie "Tochter Zion" und "Maria durch den Dornwald ging" erhielten dadurch eine ganz andere Botschaft: das Weihnachtsfest als Beginn zwischenmenschlicher Zerreißproben. Doch die Weihnachtsbotschaft weist klar einen Weg aus dem Dilemma: nicht weglaufen, sondern den Weg gemeinsam gehen, ein guter Vorsatz für das neue Jahr.

Die Texte der neuzeitlichen Weihnachtsgeschichte waren wohldosiert und bereiteten das Publikum auf die musikalischen Darbietungen vor. Hirten, damals eine Gruppe, die sich am Rand der Gesellschaft bewegt hatte, hatten die frohe Botschaft zuerst gehört. Unbedarft, voller Hoffnung und freudiger Erwartung, hatten die Hirten den Weg zur Krippe gesucht. Im Instrumental "Kommet ihr Hirten" lebte diese Vorfreude auf und wurde in der Pfarrkirche St. Georg lebendig.