Pfullingen Zu den Mühlen und ins Kloster

Die Baumann’sche Mühle beherbergt gleich zwei Museen.
Die Baumann’sche Mühle beherbergt gleich zwei Museen. © Foto: Evelyn Rupprecht
Von Evelyn Rupprecht 01.09.2018

Was wäre Pfullingen ohne seine Mühlen und Museen? Aus der Stadt sind sie nicht wegzudenken – und vom alljährlichen Landesdenkmaltag auch nicht. Der wird am 9. September unter der Überschrift „Entdecken, was uns verbindet“ zelebriert. Ein Motto, das für die Pfullinger wie gemacht scheint. 13 Sehenswürdigkeiten stellen sie am Sonntag in acht Tagen zur Schau, 13 Einrichtungen, die weit mehr eint, als nur die Tatsache, dass sie in der selben Stadt stehen. Die Mühlen zum Beispiel verbindet das grüne Rückgrat der Stadt, wie die Echaz gern genannt wird.

Die Volk’sche Mühle, seit Jahren fester Bestandteil des Denkmaltag-Programms, wird am 9. September von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein. Führungen in der Kraußstraße 6/1 werden auch angeboten – allerdings nur bei Bedarf. Ähnlich schaut’s bei der Flad’schen Mühle in der Hohe Straße 10 aus. Auch hier können sich die Besucher von 10 bis 17 Uhr umschauen, und auf Nachfrage laden die Besitzer zu Rundgängen ein. Gleich zwei Museen beherbergt indes die Dritte im Bunde: die Baumann’sche Mühle in der Josefstraße 5/2. Das eigentliche Mühlenmuseum, in dem um 14 und 16 Uhr Führungen sind, und das Württembergische Trachtenmuseum mit seiner Sonderausstellung „Uniform + Mode + Vermögen = Männertracht“, in dem um 13 und 15 Uhr Rundgänge sind, öffnen ihre Pforten am Denkmaltag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

Etwas Besonderes hat sich für den Denkmaltag 2018 die Landschaftsplanerin Prof. Waltraud Pustal einfallen lassen. Ihr Büro ist in der Hohe Straße 9/1 – in der „Knappete“, wie die ehemalige Fadenfabrik von je her genannt wird. Von 11 bis 17 Uhr geht es dort nicht nur am 9., sondern auch schon am 8. September um die Kulturgeschichte der Garn-Industrie in Pfullingen. Kunstaktionen, Bilderschauen und Filme sind an den beiden Tagen genauso zu begutachten wie „modernes Arbeiten in einem alten Gebäude“. Eine Mitmachaktion, eine Ausstellung zur Fadenkunst, bei Bedarf Führungen und ein Schauklöppeln ergänzen das Programm.

Etwas geruhsamer geht es indes bei den anderen „üblichen Verdächtigen“ zu, die sich Jahr für Jahr am Tag des offenen Denkmals beteiligen. So wird der Schönbergturm je nach Wetterlage ab 11 Uhr begehbar sein und falls die Besucher es wünschen, bietet der Albverein auch Führungen an. Einen speziellen Rundgang wird’s in der Villa Louis Laiblin in der Klosterstraße 82  geben – und zwar um 11 Uhr. Offiziell geöffnet ist sie allerdings erst in den Nachmittagsstunden von 14 bis 17 Uhr. Nur einige hundert Meter entfernt ist derweil ein weiterer Bau, den die Pfullinger dem Mäzen Louis Laiblin zu verdanken haben und der nach Plänen von Theodor Fischer gebaut wurde: die Pfullinger Hallen. Der Stifter und der Architekt: sie einen den Schönbergturm und die Hallen – womit einmal mehr das Motto des Denkmaltags „Entdecken, was uns verbindet“ in die Tat umgesetzt wäre.

Zu den 13 Sehenswürdigkeiten, die am 9. September zu besichtigen sind, gehört auch der Luftschutzkeller in der Schulstraße 16, der aber nur zu einer Führung um 16.30 Uhr begehbar ist, derweil das Stadtgeschichtliche Museum Schlössle in der Griesstraße 24/1 und die Neske-Bibliothek in der Klosterstraße 28 von 14 bis 17 Uhr ihre Pforten öffnen. Während im Schlössle um 14 Uhr eine Führung zur Sonderausstellung „Klosterkirche, Kulturarbeit, Kommunikation – 40 Jahre Geschichtsverein Pfullingen“ ist, geht es in der Bibliothek um das Kloster im 20. Jahrhundert und den Wandel vom Wohn- und Lebensraum zum Verlagshaus und Ort für Kunst und Kultur. Der entsprechende Rundgang dazu ist um 15 Uhr geplant. Die Klosterkirche und das Sprechgitter sind von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen, Führungen gibt’s um 13.30 und 16 Uhr.  Und wer dann noch nicht genug gesehen hat von Pfullingen und seiner Geschichte, der kann geradewegs weiter spazieren zum Rathaus I, wo die Stadt um 14.30 Uhr einen Rundgang anbietet.

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Sehenswürdigkeiten öffnen am Landesdenkmaltag, also am 9. September, in Pfullingen ihre Pforten. An vielen Orten gibt es auch Führungen und Ausstellungen.

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