Eningen Rutschen sollen Attraktivität steigern

Bürgermeister Alexander Schweizer erläutert die Pläne fürs Freibad.
Bürgermeister Alexander Schweizer erläutert die Pläne fürs Freibad. © Foto: Gabriele Böhm
Von Gabriele Böhm 03.09.2018

Was interessiert Sie am meisten?“ fragte Bürgermeister Alexander Schweizer die Bürger, die das Angebot der Kommune wahrgenommen hatten. Dieser Tage waren sie ins Freibad gekommen, um sich die derzeitigen Großprojekte erklären zu lassen. Am 6. September wird die Veranstaltung im Eninger Hof wiederholt.

Vor dem Kiosk sitzend konnte direkt vor Ort eine Vorstellung davon gewonnen werden, welche Maßnahmen bei der Freibaderneuerung greifen werden.  Von einem Gast kam der Vorschlag, die geplanten Rutschbahnen in den Bereich für Kinder und Jugendliche zu versetzen, so dass für Ältere ein zusammenhängender Ruhebereich zur Verfügung stünde. „Wir haben das Thema im Gemeinderat diskutiert“, sagte Schweizer. „Letztlich hat ein Gutachten vom Bund Deutscher Schwimmmeister den Ausschlag gegeben. Priorität hat die Sicherheit, das heißt, dass die Aufsichtspersonen von der Kabine aus alle möglichen Gefahrenstellen, also auch die Rutschen und Sprungtürme, im Blick haben sollen.“

Eine Breitwellenrutsche und eine Röhrenrutsche mit Serpentinen sollen das natürliche Gefälle nutzen und das Freibad attraktiver machen. Sie münden aus Sicherheitsgründen in Auslaufbecken und nicht in den Schwimmerbereich. „Wir gehen davon aus, dass das Becken enorm frequentiert sein wird, weil alle die neuen Rutschen ausprobieren wollen“, sagte Schweizer. Die Sprunganlage mit einem Dreimeter- und einem Fünfmeterbrett wird erneuert. Zurzeit ist beides gesperrt, wenn keine Aufsichtsperson anwesend ist.

In einem Bereich für die Kleinkinder wird es ein Sonnensegel geben. Damit wurde ein Vorschlag aus der Bevölkerung aufgenommen. „Den Eltern war der Sonnenschutz sehr wichtig“, so der Bürgermeister. Erhalten bleiben die heißgeliebten Steinskulpturen wie zum Beispiel der Seelöwe. Das Kinderbecken ist von der erhöhten Bademeisterkabine aus nicht sichtbar und soll über einen Monitor überwacht werden.

Laut Ranking befinde sich das Eninger Freibad bereits jetzt schon sehr weit vorne, nämlich auf dem zweiten Platz der beliebtesten Bäder in Baden-Württemberg. Die Planungen sollen die Attraktivität weiter steigern. „Und wann ist das alles fertig?“ wollte eine Jugendliche wissen. „Nächstes Jahr nach der Badesaison wird sofort angefangen, so dass voraussichtlich zur Saison 2020 alles fertig ist“, stellte Schweizer in Aussicht.

Nächstes Thema war der Leuchtturmspielplatz an der Wenge im Alten Stadion. Obwohl die meisten Gäste sich eigentlich mehr für das Freibad interessierten, blieben sie dabei und hörten weiter zu. „Beim Spielplatz soll die ehemalige Bedeutung als Stadion sichtbar werden“, erklärte der Bürgermeister. „Im Zentrum befindet sich eine Spielfläche, die wie der Abdruck des WM-Balls gestaltet ist.“

In diesem Bereich, in dem Sandeln und Matschen mit Wasser oder auch Klettern möglich wird, erinnern auch die Bezeichnungen „Südtribüne“ und „Kommentatorenturm“ an die frühere Funktion. Gerne hörten die anwesenden Senioren, dass es Outdoor-Fitness und eine Boulebahn für Ältere geben wird. „Cool!“ lautete die Bewertung, zumal auch an genügend Parkplätze und ein WC gedacht wurde.

Fragen gab es auch nach der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses, wobei allgemein begrüßt wurde, dass es an alter Stelle bleibt. Ein neuer Übungsturm nach Din-Norm soll entstehen, die Jugendfeuerwehr rückt nach oben, eine Funkzentrale ermöglicht den Überblick über den gesamten Hof. Eine getrennte Zu- und Ausfahrt verhindert Kollisionen. „Und was wird aus dem DRK?“ fragte eine Dame. Schweizer konnte beruhigen, dass das Rote Kreuz mehr Platz erhält als bisher und auch ein eigenes Büro bekommt. Das Datum der Fertigstellung ist noch unsicher. „Die Baumaßnahmen dürfen nicht die Einsatzfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb wird erst der Anbau fertiggestellt und dann die Sanierung des Altbaus in Angriff genommen.“

Von den Gästen als ortsprägendes Gebäude gewürdigt wurde die alte Schillerschule, die in ein Haus für Betreuung, Bildung und Familie umgebaut wird. „Dies kann nur in Absprache mit dem Denkmalamt geschehen, da einiges nicht verändert werden darf. Doch es bestand Kompromissbereitschaft“, sagte Schweizer.

Auch hier gibt es einen Anbau, der eine Bücherei und modernste Medien enthalten soll. Platz finden auch die Kinderbetreuung mit Gruppen- und Schlafbereichen sowie ein Mehrzweck- und Essensraum für die Kindergartenkinder. Im Nachgang hatte der Gemeinderat noch den Ausbau des Dachbodens beschlossen. „Wir haben gesehen, dass wir dort einfach Räume für die Betreuer, die Büros und Materiallagerung brauchen.“

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