Das Landesgestüt Marbach soll nach einem Bericht der „Badischen Zeitung“ mit einer mittleren zweistelligen Millionensumme saniert und ausgebaut werden. Eine entsprechende Vorlage von Agrarminister Peter Hauk (CDU) für das Kabinett sehe allein für die Sanierung 40 Millionen Euro vor.

Weitere Gelder sollen gemäß der Pläne Hauks in die „inhaltliche und bauliche Weiterentwicklung (...) als Bildungs- und Tourismusstandort“ sowie in den Ausbau als Veranstaltungsort für Pferdesport fließen.

Bis 2020 sollen laut dem Blatt detaillierte Pläne vorliegen. Ein erster

Bauabschnitt könne ab 2022 beginnen. Das Thema wird an diesem Dienstag vermutlich in der Ministerrunde erörtert. Das Agrarministerium äußerte sich dazu nicht.

Das Gestüt im Gomadinger Ortsteil Marbach lässt sich 500 Jahre zurückverfolgen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1514, aber vermutlich haben die Herrscher des Hauses Württemberg es schon deutlich früher gegründet. Damit ist es das älteste deutsche Staatsgestüt.

Nach eigenen Angaben zieht es jährlich rund 500 000 Besucher an, ist damit eines der wichtigsten Tourismus-Magnete auf der Schwäbischen Alb. Berühmt ist das Gestüt für seine Zucht, Dressur und für den Pferdesport. Besondere Bedeutung haben Vollblutaraber, Warmblüter, Englische Vollblüter und Schwarzwälder Kaltblüter.

Marbach ist zudem Deutschlands größter Ausbilder für den Beruf des Pferdewirts und Sitz der Landesreit- und Landesfahrschule. Überregional bekannt ist die jährlich stattfindende große Hengstparade in Marbach.