Kommentar Evelyn Rupprecht über die Stimmung in Pfullingen Das Fass läuft wieder über

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Reaktion Reutlingen Ralf Ott rot Evelyn Rupprecht lyn Ralp Bausinger rab Peter Bussmann pe Otto Paul Burkardt op © Foto: Thomas Kiehl
Von Evelyn Rupprecht 15.09.2018

Es war kein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, sondern ein Schwimmbad. Wie fragil der Burgfrieden ist, den Bürgermeister und Gemeinderat nach Jahren der Zwistigkeiten im Frühjahr zumindest nach außen hin geschlossen haben, hat sich in dieser Woche gezeigt. Ein Anlass, der eigentlich als Spaßnachmittag für Hunde gedacht war, hat die alten Gräben wieder aufbrechen lassen.

Wieder einmal war es CDU-Stadtrat Gert Klaiber, der gegen die Verwaltung aufbegehrte. Diesmal befürchtete er Schlimmstes, sollten an diesem Sonntag tatsächlich Hunde ins Pfullinger Freibad dürfen. Strategisch offenbar bestens geschult, hat er eine „Gemeinderatsfront“ (so nennt es Bürgermeister Michael Schrenk) formiert, um mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Denn die Welt wäre wohl nicht untergegangen, wenn nach Ende der offiziellen Freibadsaison ein paar Vierbeiner auf städtischem Gelände ihren Badespaß gehabt hätten. In anderen Kommunen ist das Hundeschwimmen längst guter Brauch. Nein, es scheint mehr dahinter zu stecken, als der bloße Widerstand gegen ein tierisches Event. Offenbar schwelt der Streit zwischen Bürgermeister und Gemeinderat latent vor sich hin. Dass die vom Landrat vorgeschlagene Mediation ausgesetzt wurde, war ein Fehler. Denn wenn Pfullingen ein Imageschaden zugefügt wird, dann nicht durchs Hundeschwimmen, sondern durch das Verhalten seiner Kommunalpolitiker.

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