Lichtenstein/Eningen Am Denkmaltag in die Schule

Am Sonntag zu besichtigen: das Klassenzimmer im alten Schulhaus.
Am Sonntag zu besichtigen: das Klassenzimmer im alten Schulhaus. © Foto: Privat
Von Evelyn Rupprecht 08.09.2018

Die abgegriffene Ledertasche liegt gleich neben dem abgewetzten Kreidekästchen, die Landkarte ist leicht vergilbt und die schwere hölzerne Schulbank hat auch schon bessere Tage gesehen. Im Klassenzimmer der alten Schule von Oberhausen entfaltet sich der Charme der Vergangenheit. Der Raum ist ein Stück Lichtensteiner Geschichte – und am Sonntag einmal mehr für Besucher geöffnet. Denn am landesweiten Tag des offenen Denkmals, dessen Thema heuer „Entdecken, was uns verbindet“ lautet, beteiligt sich auch der Geschichts- und Heimatverein. Er wird die Pforten des Gebäudes in der Ludwigstraße 8 am 9. September von 11 bis 17 Uhr öffnen und Zugang zu seinem Archiv und zu der Ausstellung „Altes Klassenzimmer“ gewähren, für die die Ehrenamtlichen ständig neue Exponate suchen.  Weitere Aufnahmen aus der eigenen Schulzeit, alte Schultüten und vieles mehr – daran wären der Geschichtsverein und der Ausstellungsmacher Günter Frick interessiert.

Freilich gibt’s am Denkmaltag in Lichtenstein noch weit mehr zu entdecken. So ist die Johanneskirche in Unterhausen von 11.30 bis 17 Uhr geöffnet und um 15 Uhr ist eine Führung geplant, bei der es um die Fresken und die Geschichte des Gebäudes geht. Die Holzelfinger warten am Sonntag indes mit ihrem Pfarrgartenfest auf, das um 10.30 Uhr mit einem Familiengottesdienst in der St.-Blasius-Kirche beginnt. Bis 18 Uhr gibt’s Spiele, Cocktails, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen. Die Ausstellungen zur Geschichte der Erlöserkirche in Unterhausen und in der Galluskirche in Honau sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet und von 11 bis 17 Uhr ist die Olgahöhle in Honau zugänglich, in der es bei Bedarf Führungen gibt. Die Höhle ist derweil auch das Ziel eines historischen Spaziergangs, der um 14 Uhr vor der Galluskirche beginnt und etwa drei Stunden dauert. Nur wenige Meter von dem Gotteshaus entfernt ist eine weitere Honauer Sehenswürdigkeit zu finden, die von 14 bis 17 Uhr ihre Pforten öffnet. Es ist das Wihelm-Hauff-Museum in der Echazstraße, in dem es nicht nur eine Kindermalecke sondern auch Führungen geben wird, so sie denn gewünscht werden.

Einen Rundgang bieten am Tag des offenen Denkmals indes auch die Eninger an. Die Albvereins-Ortsgruppe lädt ein zum Besuch von Gebäuden, die normalerweise nicht zu besichtigen sind, die aber für die Ortsgeschichte etwas Besonderes darstellen, wie Hermann Walz die Führung ankündigt, die um 14 Uhr am Spitalplatz beginnt. Ziele des Rundgangs sind das ehemalige Spital, die Schillerschule, der alte Straßenbahnhof und der Pavillon in der Raite, wo ab 15 Uhr ein Fest über die Bühne geht und auch noch eine Skulptur des Eninger Künstlers Eduard Raach-Döttinger eingeweiht wird. Die Schillerschule ist am 9. September übrigens zum letzten Mal im Originalzustand zu sehen, weshalb der Geschichtsverein von 14 bis 16 Uhr dorthin einlädt. Anzuschauen sind dann in der Schule auch die Pläne für den Umbau, der in diesem Monat beginnen soll.

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Stunden dauert der historische Spaziergang „Von der Echazquelle zur Olgahöhle“. Start ist am 9. September um 14 Uhr an der Linde vor der Galluskirche in Honau.

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