Kreis Ludwigsburg Wirtschaftsministerium gibt grünes Licht für Gewerbegebiete

Kreis Ludwigsburg / CAH/ITZ 20.08.2016
Die Änderung des Regionalplans ist genehmigt – vier neue Gewerbestandorte im Norden der Region können kommen. Das heißt: Die Diskussion um Laiern geht weiter.

Ingersheim, Bietigheim-Bissingen, Schwieberdingen und  Korntal-Münchingen  können laut einer Mitteilung des Verbandes Region Stuttgart ihre neuen Gewerbegebiete, zusammengenommen 75 Hektar,  umsetzen.  Es handelt sich um Ersatzflächen für den Gewerbeschwerpunkt Pleidelsheim/Murr, der im Gegenzug aus dem Regionalplan gestrichen wurde.

Zu den Gebieten, die jetzt in den Regionalplan aufgenommen wurden, gehört die umstrittene Laiern-Erweiterung zwischen Bietigheim-Bissingen und Tamm (insgesamt 25 Hektar). Umstritten deswegen, weil der Bietigheimer Gemeinderat Ende 2015 seine Zustimmung zu einer auf 13 Hektar abgespeckten Version erneut versagt hatte. In Tamm hatte man erzürnt reagiert (die BZ berichtete). Vom Tisch ist das Ganze aber noch nicht. Mit der formalen Zustimmung der Region liegt der Ball jetzt wieder bei den Kommunen. Laut Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadtverwaltung Bietigheim-Bissingen, wird aktuell an einem Verkehrsgutachten gearbeitet, das neue Erkenntnisse in Sachen Laiern bringen soll. Liegt das vor, soll es neue Gespräche geben.

In Ingersheim war das 15 Hektar große Gewerbegebiet, angrenzend an das Gewerbegebiet „Gröninger Weg“, ebenfalls umstritten. Ein Pleidelsheimer Gemeinderat ging den Ingersheimer Bürgermeister wegen einer befürchteten Verkehrszunahme, ausgelöst durch die Erweiterung, persönlich an, worauf sich der Ingersheimer Gemeinderat geschlossen hinter den Verwaltungschef stellte. Die Grünen und die WIR-Gruppe aus Ingersheim zogen im Genehmigungsverfahren einen gemeinsamen Antrag wieder zurück. Beide Gruppen bemängelten – neben dem Flächenverbrauch – dass eine Beteiligung der Bürgerschaft über die Erweiterung nicht stattgefunden habe. Tatsächlich fand in der SKV-Halle im Februar 2014 eine Bürgerversammlung über die Erweiterung statt.

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