Kreis Ludwigsburg Windkraft: Renkonen kritisiert Streichkonzert

BZ 19.09.2015

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen kritisiert in einer Mitteilung das Streichkonzert von Windkraft-Standorten im Kreis Ludwigsburg im Planungsausschuss der Region Stuttgart (die BZ berichtete).

"Der vor allem von der CDU-Regionalfraktion eingefädelte Beschluss bremst den Ausbau einer umweltfreundlichen Technologie aus und verprellt Investoren und Bürger, die sich für die Energiewende einsetzen", sagt Renkonen. Seiner Ansicht nach gebe es keine objektiv nachvollziehbaren Gründe, warum die Standorte in Kirchheim und Ingersheim als Vorranggebiete wieder gestrichen wurden. Beide Standorte seien nach Auffassung von Fachleuten "wegen ihrer überdurchschnittlichen Windausbeute" gut für moderne Windenergieanlagen geeignet, widerspricht er der Auffassung der Ausschussmehrheit. Zudem gebe es in Kirchheim und Ingersheim deutlich weniger Konflikte mit dem Artenschutz als anderswo. Hinzu komme, dass die Bürgergenossenschaften dort bereits viele Vorarbeiten wie die Einholung von Artenschutzgutachten geleistet hätten. "So wird bürgerschaftliches Engagement abgewürgt", meint der Abgeordnete.

Renkonen, der auch Sprecher des Arbeitskreises Umwelt/Energie der Landtagsfraktion ist, fordert von der Regionalversammlung zumindest bei den Standorten Kirchheim und Ingersheim eine Kurskorrektur. Unabhängig davon könnten die Bürgergenossenschaften trotzdem einen Genehmigungsantrag für Windräder stellen. Renkonen: "Das hat die grüne-rote Landesregierung im neuen Landesplanungsgesetz ausdrücklich zugelassen." Das letzte Wort bei der Genehmigung der geplanten Anlagen in Kirchheim und Ingersheim hätten das Landratsamt in Ludwigsburg und das Regierungspräsidium in Stuttgart.

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