Ingersheim Weitere Investitionen in die Betreuung

In die Betreuung von Kindern wird in Ingersheim weiter investiert. Für die Schülerbetreuung rund 750 000 Euro und im Kindergarten Uhlandstraße nochmals rund 75 000 Euro, wobei dort schon für 1,45 Millionen Euro saniert wurde.
In die Betreuung von Kindern wird in Ingersheim weiter investiert. Für die Schülerbetreuung rund 750 000 Euro und im Kindergarten Uhlandstraße nochmals rund 75 000 Euro, wobei dort schon für 1,45 Millionen Euro saniert wurde. © Foto: Martin Kalb
Ingersheim / von Günther Jungnickl 17.05.2018

Der neue zweiklassige Pavillon auf dem Gelände der Ingersheimer Schillerschule (hinter der SKV-Halle) für die Betreuung von Schülern wird um mehr als 100 000 Euro teurer als vorgesehen.

Es sind vor allem die Kosten für eine nicht eingeplante Küche, die die Verteuerung ausmacht, betonte der stellvertretende Gemeindekämmerer Harald Schnabel jetzt vor dem Gemeinderat. Auch das Büro für die Betreuerinnen sei so nicht vorgesehen gewesen. Deshalb sei das Budget für den zweiklassigen Neubau von ursprünglich etwas mehr als  684 000 Euro auf fast 790 000 Euro angewachsen. Das ist ein Aufpreis von 15 Prozent. Architekt Gerald Kofink versprach dem Gemeinderat, in Nachverhandlungen mit den bisher beauftragten Handwerkern zu versuchen, die Kosten noch auf etwa 750 000 Euro zu verringern.

Weitere Aufträge vergeben

Doch ob das gelingt, scheint Kennern der Bauhandwerker-Szene zumindest fraglich. Und auch die Gemeinderäte ließen sich dadurch nicht davon abhalten, auch noch die Fenster- und Fassadenarbeiten sowie die Elektrik zu vergeben. Für 92 550 Euro gingen Fenster- und Fassadenarbeiten an die Ingersheimer Firma Nill Fensterbau, und die Elektrik- und Brandschutzarbeiten für 55 139 Euro an die Firma Elektrotechnik Stolz in Steinheim.

In beiden Fällen votierte der Gemeinderat einstimmig für die jeweils preiswertesten Bieter bei Enthaltungen der WIR-Vertreterinnen Karin Zimmer und Solveigh Schulte. Zuvor hatte Gemeinderat Thorsten Majer (SPD) noch wissen wollen, ob es einen Zeitplan gebe und ob der auch eingehalten werden könne, was Bürgermeister Volker Godel auch bejahte, obwohl mit dem Bau „etwas später begonnen“ werden konnte.

Der zweiklassige Neubau soll bereits zum Schuljahresbeginn 2018/19 zur Verfügung stehen. Peter Aymar (FWV) indes wollte von Architekt Kofink wissen, wie sich die mit 113 741 Euro relativ hohen Baunebenkosten errechnen. Kofink erklärte, dass dies in erster Linie Ingenieurleistungen seien, unter anderem das Architektenhonorar, die Kosten für den Tragwerksplaner oder den Vermessungs- und Brandschutzfachmann. In puncto Kinderbetreuung wird auch weiter am Kindergarten Uhlandstraße investiert, wo schon für 1,45 Millionen Euro saniert worden ist. Nun sind dort die Außenanlagen an der Reihe.

Grundlagen für Spielplatz

Ein Kölner Pädagoge hatte für den Spielplatz die Grundlagen geliefert und der Ingersheimer Landschaftsgärtner Uwe Engelhardt stellte nun das von ihm „pragmatisch heruntergefahrene“ Ergebnis dem Gemeinderat vor, das vor allem dank Wasserlauf und „Dreckelberg“ erlebnispädagogisch interessant sei. „Der erste Entwurf war eindeutig grüner“, gestand Engelhardt, doch der Gemeinderat fand das Ergebnis gut und votierte einstimmig für seinen Entwurf.

Den Zuschlag für die Arbeiten bekam von drei Bietern die preiswerteste Firma Dillmann aus Ilsfeld mit ihrem Angebot von 76 006 Euro. Die beiden anderen Angebote lagen bei 80.537 Euro beziehungsweise sogar bei 120.885 Euro.

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