Kreis Ludwigsburg Wegen der Hitze ging’s später ins Restaurant

Im Schnitzelhof in der Rommelmühle in Bissingen konnte man sich trotz der Hitze nicht über zu wenig Geschäft beklagen. Wie auf dem Foto bei Katrin Sitte wurden von den Gästen vermehrt Salate aber auch Schnitzel bestellt.
Im Schnitzelhof in der Rommelmühle in Bissingen konnte man sich trotz der Hitze nicht über zu wenig Geschäft beklagen. Wie auf dem Foto bei Katrin Sitte wurden von den Gästen vermehrt Salate aber auch Schnitzel bestellt. © Foto: MARTIN KALB
Kreis Ludwigsburg / Bettina Nowakowski 30.08.2018

Nicht nur Biergarten- und Eiscafé-Betreiber waren in diesem extrem heißen Sommer mit ihrem Umsatz zufrieden, sondern auch die meisten übrigen Gastronomen in der Region.

Martina Immig vom „Schnitzelhof“ in der Rommelmühle in Bissingen zieht eine positive Bilanz: „Obwohl es so heiß war, sind die Leute sowohl mittags als auch abends gekommen.“ Man habe die Speisekarte entsprechend der hochsommerlichen Temperaturen angepasst: „Vor allem Salate gingen gut.“ Das so genannte „Monatsschnitzel“ gab es in einer sommerleichte Variante: mit Tomate, Mozzarella und Pesto. „Das war der Renner.“ Im „Rossknecht im Schloss“ in Bietigheim wurde die Speisekarte zwar nicht geändert, aber Robert Kutrovatz hat festgestellt, dass die meisten Gäste abends deutlich später erschienen: „An den richtig heißen Tagen kamen die Leute erst ab 21 Uhr.“ Salate wurden häufiger als sonst bestellt, auch die Vesperplatten waren beliebt.

„Tatsächlich sind unsere Gäste wegen der Hitze später als üblich gekommen“, so auch Christian Wentz vom Gasthaus „Storchen“ am Bürgergarten. Normalerweise sei die Terrasse schon ab 18 Uhr voll besetzt, an den heißen Tagen war das eher erst gegen 20 Uhr der Fall. Mittags gab es dafür weniger Gäste. Wegen der hohen Temperaturen wurde auch die Speisekarte geändert: „Es gab mehr Salate, mit Couscous oder Brotsalat anstatt warmer Beilagen, das wurde sehr gut angenommen“, so Christan Wentz.

Sarah Koppe vom Restaurant „Café Hirsch“ in Besigheim hat allerdings die Erfahrung gemacht, dass „auch bei 40 Grad Celsius Linsen mit Spätzle gegessen werden“. Trotz der Hitze seien viele Gäste gekommen, allerdings eher auf 20.30 Uhr als auf 18 Uhr. Auch hier wurde die Speisekarte angepasst: so gab es mehr verschiedene Salate mit Schrimps, Hähnchen oder Tortillas. „Im Großen und Ganzen können wir uns als Gastronom wirklich nicht beschweren über diesen Sommer.“

Benedikt Schweizer von „Henry’s Restaurant und Bar“ in der Bietigheimer Altstadt hätte allerdings gern die Außenbewirtschaftung über 23 Uhr hinaus ausgedehnt. „Vielen Leuten war es zu heiß, die kamen erst um 21 Uhr.“ Salate, vor allem Wurstsalat, wurden doppelt so viel konsumiert als sonst.

Auch in der „Lama Bar“ an der Enz waren sehr viele Gäste da, „die gern länger als 23 Uhr draußen gesessen hätten“, wie Selim Rakaj festgestellt hat. „Die Gäste wollen es eigentlich genießen, bei den Temperaturen länger im Freien zu sitzen.“ Neben mehr Salaten als sonst, waren auch Cocktails sehr beliebt.

Im „Ratskeller“ in Ludwigsburg wiederum habe man „ganz normalen Zulauf“ gehabt, so Servicekraft Nadine Supper. Es gab auch keine extra Sommerkarte. „Der Sommer hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.“

In der Pizzeria „La Signora Moro“ am Marktplatz in Ludwigsburg machte sich die Hitzeperiode ebenfalls dadurch bemerkbar, dass die Gäste später gekommen sind, wie Adriano Moro festgestellt hat. „Unser Kerngeschäft hat sich auf die Zeiten zwischen 19 und 20 Uhr verschoben, sonst ist es eher zwischen 18 und 19 Uhr.“ Generell waren abends mehr Gäste da als mittags. Besondere Änderungen auf der Speisekarte gab es nicht, aber „die Gäste haben mehr leichte Salate, zum Beispiel mit Putenbrust oder Wassermelone gegessen.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel