In Freiberg wurde auf dem Dach des Museums im Schlössle in Geisingen ein Stochennest gebaut. Die Initiative ging  von Elvira Kuhnle-Chmielnicki vom Orstverband (OV)  der Grünen und ihrer Gruppe „Freunde des Storchs“ aus.

Bereits im dritten Jahr brütet ein Storchenpaar im Wiesental an den Naturseen, so Kuhnle-Chmielnicki. Einmal sei  in einem Reihernest, dann auf einem Baumstumpf gebrütet worden. Jetzt rechnen die „Freunde des Storchs“ damit, dass  einer der Störche bleibt und sich in Geisingen ansiedelt.

Strategisch liege das Nest an der Randbebauung besonders gut, so Kuhnle-Chmielnicki.  Dieser Bebauung schließt sich die Neckaraue und dann gleich der Altneckar an. Wie lange man auf den Storch warten will, sei offen.  Elvira Kuhnle-Chmielnicki hofft auch auf eine Erholung der Natur. Wenn erst einmal das Unkrautvernichtungsmittel  Glyphosat weg sei, würden sich auch wieder vermehrt Insekten ansiedeln, die dem Storch als Nahrung dienen.

In unmittelbarer Nachbarschaft, auf der Alten Kelter in Großingersheim, wurde  2009  auf Anregung von Ingersheimer Bürgern und dem Ortsverein des BUND ein Storchennest aufgebaut. Ein Storch hat sich langfristiger nicht angesiedelt.

2012 wurde das Nest von einem Storch in Augenschein genommen. Im März 2014 ließ sich dann ein  Storch etwas länger auf der  Kelter  nieder. Er baute fleißig  am Nest, was man im Rathaus aufmerksam verfolgte. Der Bau wurde als positives Zeichen für einen längeren Aufenthalt gewertet. Im Ort hoffte man, dass er  im nahen Wiesental genügend Futter finden und sich dann doch langfristig im Eisenrad auf der Kelter einnisten würde. Diese Hoffnungen wurden allerdings enttäuscht. Nach gut zwei Wochen zog er wieder weiter und gab nur noch ein kurzes Intermezzo, als ihn kurz  die Mitglieder des Partnerschaftsausschusses sichteten. Auch der Umbau des Nestes im März 2017 durch „Storchenvater“ Dieter Fischer vom Erlebnisparks Tripsdrill  führte bislang nicht zu einem Ansiedlungserfolg.