Sersheim Vortrag bei den Landfrauen über Bienengift

Sersheim / BZ 11.02.2016

Beim Landfrauenverein Sersheim war jüngst ein Referat zum Thema "Rheuma, Arthrose und Gelenkerkrankungen - sanft und natürlich lindern mit Bienengift" zu hören. Der Referent war laut einer Mitteilung von Ingrid Grodotzki Daniel Stecher aus Filderstadt. Bienengift sei von den meisten Menschen gefürchtet, weil es sehr schmerzhaft und bei Allergikern auch gefährlich ist. Wenn die Biene sticht, bleibt ihr Stachel mit der Giftblase in der Haut zurück.

Schon im alten Ägypten war die heilende Wirkung des Bienengifts bei rheumatischen Erkrankungen bekannt, heißt es in der Mitteilung. Sie gehörten auch heute noch zum wichtigsten Einsatzbereich des Bienengifts. Viele Therapeuten verwendeten Bienengift, das als Injektionslösung aufbereitet wurde, als Neuraltherapie. Die Römer verwendeten Bienenstiche als potentes Schmerzmittel, und auch im antiken Griechenland sei es bekannt gewesen.

Die Bienengifttherapie sei heute ein fester therapeutischer Bestandteil in China, Japan, Korea, Taiwan, Russland und in Osteuropa. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich gelte sie als probates Heilmittel. Bienengift sei reich an Enzymen, Peptiden und biogenen Aminen. Es bestehe aus 18 pharmakologisch wirksamen Bestandteilen.