Schwerpunkt Ferienprogramm Vier Jahrzehnte Spaß für Ferienkinder

Zum 40. Mal wurde 2017 die Ferien-Freizeit in Pleidelsheim veranstaltet, was die Teilnehmer mit einer besonderen Choreografie dokumentierten.
Zum 40. Mal wurde 2017 die Ferien-Freizeit in Pleidelsheim veranstaltet, was die Teilnehmer mit einer besonderen Choreografie dokumentierten. © Foto: Werner Kuhnle
Freiberg / von Günther Jungnickl 30.06.2018

Auch in diesem Jahr bietet die Stadt Freiberg Schülern der ersten bis sechsten Klasse wieder 14 Tage lang eine ganztägige Ferienbetreuung an.

Eigentlich sollten es insgesamt vier Wochen Stadtrandfreizeiten sein, berichtet Esther Gillé, die schon seit 19 Jahren dieses Ferienprogramm für Daheimgebliebene organisiert. Doch diesmal blieb es bei den beiden Wochen, weil  für die dritte und vierte Woche weniger als 15 Schüler angemeldet wurden, und damit die  Mindestteilnehmerzahl unterschritten wurde. Im Gegensatz dazu waren für die erste Ferienwoche 169 Schüler und für die zweite 108 Schüler zwischen sechs und zwölf Jahren angemeldet worden.

Vom DRK übernommen

Esther Gillé gehört bei der Stadtverwaltung dem Ressort „Hauptverwaltung, Kultur und Bildung“ an und hat im Jahr 2000 dieses „Amt“ vom DRK-Ortsverein übernommen, der sich damals davon verabschiedet hatte. Und diese Aufgabe ist ihr sichtlich ans Herz gewachsen. „Bereits im Januar beginne ich mit der Planung“, verrät sie und dass diese Tätigkeit etwa zehn Prozent ihrer sonstigen Arbeit ausmacht, die vor allem in der Organisation der städtischen Kurzzeit- und Ganztagsbetreuung, in der Beschaffung und Verwaltung von Büromaterial für das ganze Rathaus besteht und dazu auch noch Jubiläen und die „Geburtstagsbriefe“ beinhaltet.

Pädagogische Mitarbeiter

Für die Stadtrandfreizeiten ist aber auch eine Menge vorzubereiten: Wichtig sind vor allem die  pädagogischen Mitarbeiter. Die rekrutieren sich in der Regel aus Schülern. Gillé: „Viele davon haben früher selbst an den Stadtrandfreizeiten  teilgenommen und dabei viel Spaß gehabt.“ Hinzu kommen einige Pädagogikstudenten. Aus diesem Grund ist auch deren Durchschnittsalter sehr niedrig; in diesem Jahr ist die älteste Helferin ganze 24 Jahre alt. Auch eine Küchenbrigade muss gebildet werden, die den Jungs und Mädels das Frühstück und das Abendessen zubereitet. Das Mittagessen liefert jeden Tag frisch Alexander Neuberth, der Koch des Restaurants „Schwabenstuben“.

Kernpunkt der Stadtrandfreizeiten ist jedoch das vielfältige Programm, das die sieben Gruppen (mit je zwei Gruppenleitern) zum Teil selbst gestalten. Vor allem in der ersten Woche (30. Juli bis 3. August) steht das Freiberger Hallenbad ausschließlich den Teilnehmern des Ferienprogramms zur Verfügung, außerdem gastiert durch Vermittlung der Stadtbücherei das „Knurps-Puppentheater“ mit dem Stück „Dusselbert – Abenteuer eines kleinen Ritters“ vor Ort.

Absoluter Höhepunkt dürfte jedoch wieder die Kinderdisco in der Freiberger Diskothek „Palazzo“ werden. Dabei können die Kleinen sich ihre Lieblingsmusik wünschen und außerdem spendiert der Inhaber Pommes und dazu Cola oder süßen Sprudel, „was es sonst bei uns nicht gibt“, sagt Esther Gillé. Auch eine Übernachtung in der Stadthalle für die Fünft- und Sechstklässler gehört zu diesen besonders beliebten Programmpunkten.

Höhepunkte in der zweiten Ferienwoche (6. August bis 10. August) wird voraussichtlich ein Ausflug in die Wilhelma sein, sowie ein Elternnachmittag am Donnerstag, den die einzelnen Gruppen selbst gestalten müssen. Dabei hat eine frühere Gruppe den Vogel abgeschossen, als sie ein richtiges kleines Musical vor den begeisterten Mamas und Papas aufführte. Außerdem geplant sind ein Besuch bei der Feuerwehr, Kochkurse, Fußballturniere sowie der Besuch von zwei Bundesligahandballern von der SG

Zum Abschluss beider Wochen gibt es natürlich auch wieder eine „Zimmerprämierung“ für den aufgeräumtesten Gruppenraum. Denn auf Sauberkeit und Ordnung wird wird selbst beim Ferienprogramm Wert gelegt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel