Kindesmissbrauch Viele Beweise bei Kita-Azubi

Kreis Ludwigsburg / bz 15.05.2018

Nachdem am 6. April ein 20-jähriger Tatverdächtigen festgenommen wurde, der als Auszubildender einer Kindertagesstätte im Kreis Ludwigsburg mehrere Kinder sexuell missbraucht haben soll (die BZ berichtete) sind die Ermittlungen der Kriminalpolizei vorläufig abgeschlossen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, wurden mehr als 30 Zeugen befragt und beim Tatverdächtigen eine umfangreichen Sammlung von Bild- und Videoaufzeichnungen mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt sichergestellt. Nun legen die Ermittler dem 20-Jährigen den sexuellen Missbrauch von Kindern in 13 Fällen, darunter fünf schwere Fälle, sowie die Herstellung von kinderpornografischen Schriften in weiteren sieben Fällen zur Last. Die insgesamt 16 von den Missbrauchshandlungen betroffenen Kinder waren zum Tatzeitpunkt ein bis drei Jahre alt. Es hätten sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Tatverdächtige auch außerhalb seiner damaligen Ausbildungsstätte vergleichbare Straftaten begangen habe.

Anfang März hatte sich die Mutter eines betroffenen Mädchens an die Polizei gewandt, die darauf die umfangreichen Ermittlungen aufnahm.