Bürgermeister Jürgen Scholz zieht eine positive Bilanz für das vergangene Jahr. Die kommenden zwölf Monate werden in seiner Gemeinde spannend werden.

Gesamtbilanz 2018: In diesem Jahr wurden in Sersheim alle Vorbereitungen dafür getroffen, dass 2019 alle anstehenden Baumaßnahmen in der Kommune pünktlich beginnen können. „2018 war ein ruhiges Jahr, mit dem ich sehr zufrieden bin. Wir haben alle planungstechnischen Voraussetzungen für unsere zahlreichen Bauvorhaben erledigt. Daher fällt meine Gesamtbilanz für das zurückliegende Jahr sehr positiv aus“, betont der Sersheimer Rathauschef.

Wichtigste Investitionen 2018: Aber auch bei den Bauprojekten, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurden, hat Jürgen Scholz keinen Grund zum Klagen. Die Sanierung der Königsberger Straße konnte ebenso erfolgreich umgesetzt werden wie die Erneuerungsmaßnahmen beim örtlichen P & R-Parkplatz am Bahnhof, wo auch Elektrotankstellen eingerichtet wurden.

„Zudem hat die Telekom ihren Breitbandausbau in Sersheim begonnen, der uns bis zum Februar oder März 2019 eine schnellere Internetverbindung bringt. Sonst war das Jahr 2018 mit viel Planungsarbeit ausgefüllt“, erklärt Jürgen Scholz. Nicht ganz einfach auf den Weg zu bringen, war das Projekt für sozialverträglichen Wohnungsbau, das die Kommune gemeinsam mit einem Bauträger auf dem ehemaligen Gutbrodgelände plant.

Dort werden zwei Neubauten mit Wohnungen in verschiedenen Größen entstehen, von denen die Gemeinde selbst ein Gebäude erwerben wird, um den Wohnraum mit sozialverträglichen Mieten auf den Markt zu bringen. „Wir werden dabei über drei Millionen Euro investieren“, so Scholz. Auch die Gemeindeentwicklungsplanung, welche Sersheim gemeinsam mit Fachleuten eines Planungsbüros durchführt, wurde 2018 weiter vorangebracht.

Haushaltslage zum Jahresende: Die Finanzausstattung seiner Kommune muss dem Sersheimer Bürgermeister ebenfalls keinerlei Sorgen machen. „Unsere Rücklage ist gut gefüllt, und wir sind nahezu schuldenfrei. Wir haben vor einigen Jahren für den Ausbau der Kinderbetreuung ein sehr zinsgünstiges Darlehen aufgenommen, das wir nur noch zurückzahlen müssen“, erläutert Scholz. Das Jahr 2018 wird Sersheim in seinem Etat wahrscheinlich mit einem satten Plus von einer Million Euro abschließen. „Die Ausschüttungen vom Zweckverband Eichwald garantieren uns auch in den kommenden fünf bis sechs Jahren eine finanzielle Kontinuität. Weiterhin macht uns die Ver- und Entsorgungsgesellschaft Sersheim (VES) sehr viel Freude und schreibt seit 2006 immer schwarze Zahlen“, unterstreicht Scholz.

Aussichten für 2019: Obwohl der Zweckverband Eichwald Jahr für Jahr für Zufluss in die Sersheimer Gemeindekasse sorgt, erzeugt das interkommunale Gewerbegebiet immer wieder hitzige Diskussionen unter den Sersheimer Ratsmitgliedern. Zuletzt erregte die Westerweiterung des Zuffenhausener Automobilherstellers mit möglichen Gebäudehöhen von insgesamt 35 Metern die Gemüter der Sersheimer Gemeinderäte.

„Das wird auch im neuen Jahr noch für Diskussionen sorgen. Aber grundsätzlich sind mir wohnortnahe Arbeitsplätze wichtiger als der naturnahe Blick. Wenn das gesamte Gewerbegebiet aufgesiedelt ist, werden wir über 3000 Arbeitsplätze im ‚Eichwald‘ haben.“

Neben den Entwicklungen im Zweckverbandsgebiet werden den Sersheimer Rathauschef aber vor allem die Bauvorhaben in seiner eigenen Kommune im Jahr 2019 beschäftigen. „Wir bekommen eine Art ‚Sersheim 21‘ mit vielen Baustellen, die sich über mehrere Jahre erstrecken werden.“

Wichtigste Projekte 2019: Im Februar oder März 2019 sollen der Umbau und die Erneuerung der Talstraße beginnen, was in zwei Bauabschnitten bis Mitte 2020 umgesetzt wird. Nach der Sommerpause 2020 soll schließlich die Neugestaltung des Areals am örtlichen Markt starten. „Auf dieses Projekt freue ich mich sehr, denn es wird die Ortsmitte deutlich aufwerten. Wir planen sogar ein Farb- und Beleuchtungskonzept für die Fassadengestaltung, das sich bis zum Areal des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses durchziehen soll“, betont Scholz. Bis März oder April 2022 sollen die Bauarbeiten am Markt vollendet sein.

Schon früher, zur Jahresmitte 2020, sollen die Bauarbeiten auf dem Gelände des einstigen Feuerwehrgerätehauses zum Abschluss kommen. Für das Bauvorhaben wird im Januar 2019 das entsprechende Baugesuch eingereicht werden. Sartschuss für die neue Wohnbebauung im Baugebiet „Schöllbrunnen“ soll im August oder September 2019 sein. Außerdem wird in den kommenden Jahren die Lichttechnik und die Beschallung in der Sport- und Kulturhalle für rund 500 000 Euro auf Vordermann gebracht.

Persönliche Erwartungen 2019: Der Sersheimer Rathauschef blickt daher auf ereignisreiche Wochen und Monate, in denen seine Gemeinde ihr Gesicht deutlich verändern wird.   Allerdings hofft Jürgen Scholz, dass „Sersheim 21“ nicht mit ähnlich großer Kritik zu kämpfen haben wird wie „Stuttgart 21“.

Das Sorgenkind der Kommune: Ein echtes „Sorgenkind“ in seiner Gemeinde kann der Sersheimer Rathauschef gar nicht nennen. Lediglich die Müllentsorgung in den öffentlichen Anlagen, im Forst oder auf dem Häckselplatz sind für Jürgen Scholz ein Ärgernis, das er künftig gerne verbessern würde.