Digitalisierung Versicherung wird digital

Eine Frau informiert sich auf der Homepage der „Wüstenrot & Württembergische“. Zunehmend nutzen Kunden digitale Angebote der Unternehmen.
Eine Frau informiert sich auf der Homepage der „Wüstenrot & Württembergische“. Zunehmend nutzen Kunden digitale Angebote der Unternehmen. © Foto: W&W-Gruppe
Ludwigsburg / bz 14.09.2018

Dass die „Wüstenrot & Württembergische“-Gruppe („W&W“) ihr Digitalangebot ausgerechnet „Adam Riese“ nennt, ist sicher kein Zufall. „Der Vater des modernen Rechnens“ steht für Verlässlichkeit, für Vertrauen, wenn es um Zahlen geht. Und um Vertrauen müssen Kunden haben, wenn ihnen Unternehmen Dienstleistungen digital anbieten.

Während bei den Kreditinstituten das digitale Bankgeschäft immer mehr Fahrt aufnimmt, legen auch Versicherungsunternehmen zunehmend digitale Angebote auf. „W&W“ hat dafür eigens eine Reihe von Digitaltochtergesellschaften gegründet, die in der „W&W Brandpool“ GmbH zusammengefasst sind, darunter auch „Adam Riese“.

Durchgehend digital

Letzterer ist nach „W&W“-Angaben „in kurzer Zeit ein etablierter Player“ am Markt geworden, hat bereits Preise erhalten und soll weiter wachsen – ganz aktuell mit einer neuen Betriebshaftpflichtversicherung (BHV) für Gewerbe, Bauhandwerk und Gastronomie. Wie bereits die ersten beiden Angebote von Adam Riese für private Verbraucher – Privathaftpflichtversicherung und Rechtsschutzversicherung – ist auch das neue Produkt durchgehend digital und auf neue Kundenbedürfnisse ausgerichtet, wie es in einer Mitteilung der „W&W“-Gruppe heißt. Die Betriebshaftpflichtversicherung ist über sogenannte Poolmakler und Vergleichsportale sowie über den Direktkanal erhältlich.

Nach Einschätzung von Daniel Welzer, Geschäftsführer der „W&W brandpool“ GmbH, steht der Markt für gewerbliche Versicherungen über den Digitalkanal vor einem starken Wachstumsschub. Deutschland als starker Wirtschaftsstandort weise eine hohe Zahl kleiner und mittelgroßer Unternehmen auf. Das Verhalten dieser Unternehmen nähere sich stark dem von Privatkunden an, so dass diese zunehmend bereit seien, auch Gewerbeversicherungen online abzuschließen. „Diesen Unternehmen wollen wir passgenaue Versicherungslösungen anbieten. Hier setzen wir mit unserem Angebot über Aggregatoren, Makler und dem Direktkanal an. Auf diese Weise sind wir momentan einer der wenigen Anbieter, der volldigitale Online-Lösungen für Gewerbekunden anbietet“, sagt Oliver Kuhnle, Geschäftsführer von „Adam Riese“. Laut „W&W ist „Adam Riese“ seit dem Markteintritt Ende Oktober 2017 ein Erfolgsmodell. Die Zahl der Kunden mit einer Adam-Riese-Haftpflicht liege im gut fünfstelligen Bereich. Bei der Rechtsschutzversicherung, die seit März im Angebot ist, sei schnell die vierstellige Marke geknackt worden, heißt es. „Damit liegen wir derzeit über unseren Plänen für 2018“, kommentiert Kuhnle.

Trotz steigender Tendenz spielen die digitalen Abschlüsse im Gesamtgeschäft noch keine vorrangige Rolle. „Ganz überwiegend erfolgt der Abschluss eines Versicherungsvertrages auch heute noch über unsere rund 3000 Ausschließlichkeitsvertreter der Württembergische. Unterstützt wird dessen Vertriebskraft durch etwa 3000 Berater von Wüstenrot. Hieran schließen sich der Maklervertrieb und das Kooperationsgeschäft mit Partnern aus dem Bank- und Versicherungsbereich an“, erklärt Dirk van Issem von „W&W“.

www.adam-riese.de

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