Das Landratsamt Ludwigsburg hat zwei Machbarkeitsstudien für Radschnellwege im Landkreis entlang der B27 von Bietigheim-Bissingen nach Stuttgart und entlang der B10 von Vaihingen an der Enz nach Stuttgart in Auftrag gegeben, die im Herbst abgeschlossen sein werden. Das teilt der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Renkonen mit.

Zwischenergebnisse ließen bereits auf ein großes Potenzial schließen, meint Renkonen. So werden zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg pro Tag mehr als 9000 Radfahrer erwartet. Auch der Abschnitt Stuttgart-Kornwestheim habe ein Potenzial von 8350 Radfahrern. Der Abschnitt zwischen Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen könnte von 3800 Menschen mit dem Zweirad befahren werden. Die Radschnellverbindung zwischen Vaihingen und Stuttgart würden ab Schwieberdingen ebenfalls mehr als 3000 Fahrradfreunde nutzen.

„Diese Zahlen sind sehr erfreulich. Gut, dass das Vorhaben so entschieden vorangetrieben wird“, betont der Landtagsabgeordnete. Momentan stimmen der Landkreis und die betroffenen Kommunen die möglichen Radschnellwegkorridore ab. Daraufhin könnten die eigentlichen Planungen beginnen. Nach Vorlage der endgültigen Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werde geprüft, wer die jeweiligen Baulastträger sind - Land, Kreis oder Kommunen. Für Streckenabschnitte in Baulast von Kreis, Stadt oder Gemeinde sind laut dem Grünen grundsätzlich Förderungen durch Bundes- und Landesmittel möglich. Aufgrund der Streckenführungen und der Länge des Abschnitts von zwanzig Kilometern zwischen Bietigheim und Stuttgart werden die Planungen allerdings aufwändiger sein als die bereits realisierte Strecke zwischen Böblingen und Stuttgart. Dort konnte vorhandene Infrastruktur genutzt werden, so Renkonen weiter.

Die Machbarkeitsstudien des Kreises werden vom Land zu 80 Prozent gefördert. Das Verkehrsministerium habe es sich zum Ziel gesetzt, zehn Radschnellverbindungen bis 2025 zu bauen. „Vor allem in der staugeplagten Region Stuttgart sehen wir ein großes Verlagerungspotenzial und können somit zur Entlastung beitragen“, so das Ministerium.