Markgröningen Unterriexinger müssen einmal mehr Geduld beweisen

Blick in die Großsachsenheimer Straße in Unterriexingen. Die ist momentan teilweise gesperrt. Per Ampelregelung geht's einspurig an der Baustelle vorbei. Im neuen Jahr steht allerdings eine Vollsperrung an.
Blick in die Großsachsenheimer Straße in Unterriexingen. Die ist momentan teilweise gesperrt. Per Ampelregelung geht's einspurig an der Baustelle vorbei. Im neuen Jahr steht allerdings eine Vollsperrung an. © Foto: Martin Kalb
CAROLINE HOLOWIECKI 21.11.2015
Erneut haben es die Bürger in Unterriexingen mit einer Großbaustelle zu tun. Noch geht's einspurig per Ampelregelung über die Großsachsenheimer Straße, doch Anfang 2016 steht eine Vollsperrung an.

Vom Sommer 2013 an bis weit über den Jahreswechsel hinaus war die Ortsdurchfahrt von Unterriexingen blockiert. Dann war die Straße nach Sachsenheim wegen der Sicherung eines Hangs dicht, und seit einigen Tagen wird im Örtchen wieder gebaggert. Die Großsachsenheimer Straße, also die Strecke von der Enz aus Richtung Ortsmitte, ist betroffen. Seit rund einer Woche werden dort Kanal-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten ausgeführt. Per Ampelregelung geht's im Wechsel auf einer Spur an der Baugrube vorbei. Geht es nach der Stadtverwaltung, nutzen diese Strecke aber nur Anwohner. Der überörtliche Verkehr wird über Oberriexingen geführt.

Das ist jedoch nur eine von drei Aufgaben, die bis Mitte Mai 2016 erledigt werden müssen, berichtet Dieter Stumpp vom Fachbereich Infrastruktur im Rathaus. In einem zweiten Bauabschnitt soll die enge Kurve auf der Landesstraße 1141 geweitet werden, zudem soll die Strecke bis zur Enzbrücke einen neuen Belag erhalten. In einem dritten Bauabschnitt, etwa ab April, soll eine neue Abbiegespur und Zufahrt zur Turn- und Festhalle entstehen. Ziel laut dem Bürgermeister Rudolf Kürner: den Fuß- und Enztalradweg ertüchtigen, für Autos ausbauen und somit den Verkehr entflechten.

Während der Bauarbeiten wird einmal gestoppt. Die Stadtverwaltung, die die Arbeiten im Auftrag des Landes ausführt, beabsichtigt, die Trasse über Weihnachten bis zum 17. Januar 2016 vorübergehend freizugeben - die Ruhe vor dem Sturm. Denn im zweiten Abschnitt wird voll gesperrt. "Es geht nicht anders", sagt Kürner. Die Straße müsse bis in eine Tiefe von 1,25 Meter, bis in den Unterbau, abgetragen werden, links und rechts bleibe kein Platz für eine Behelfsspur. Die Umleitung geht in diesem Fall auch wieder über Oberriexingen. "Das ist fast doppelt so lang, wenn man nach Bietigheim möchte", ächzt ein Anwohner. In puncto Bauarbeiten findet er: "Wir haben die A-Karte."

Diese Kritik will der Bürgermeister so nicht stehen lassen. "Wir können es nicht hinzaubern." Die Maßnahmen seien kompliziert, dienten aber allein der Verbesserung der Infrastruktur. Eine Verquickung dieser Maßnahmen und jener in den Jahren 2013 und 2014 sei laut Kürner nicht möglich gewesen - unter anderem auch, weil Fördermittel zu unterschiedlichen Zeiten geflossen seien.