Ditzingen Umsatz steigt um 15 Prozent

Am Stammsitz in Ditzingen entstanden ein Produktionsgebäude mit Reinräumen und Büroflächen zur Erweiterung der Hochtechnologieproduktion.
Am Stammsitz in Ditzingen entstanden ein Produktionsgebäude mit Reinräumen und Büroflächen zur Erweiterung der Hochtechnologieproduktion. © Foto: Werner Kuhnle
bz 20.07.2018

Die Trumpf Gruppe verbucht zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2017/18 am 30. Juni 2018 eine deutliche Steigerung von rund 15 Prozent beim Umsatz. Der Wert beläuft sich nach vorläufigen Berechnungen auf 3,6 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,1 Milliarden Euro), so das Ditzinger Unternehmen in einer Mitteilung. Der Auftragseingang stieg auf 3,8 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,4 Milliarden Euro). Das entspricht ein Plus von rund 13 Prozent.

Spezielle Laser

Nach Deutschland mit über 700 Millionen Euro Umsatz seien  USA und China mit jeweils rund 450 Millionen Euro die größten Einzelmärkte, heißt es weiter.  Auch die Entwicklung der Umsätze mit europäischen Kunden sei erfreulich. Einen maßgeblichen Effekt hierauf hat der Ausbau des EUV-Geschäfts. An den niederländischen Kunden ASML liefert Trumpf spezielle Laser, die mit Hilfe extrem ultravioletter Strahlung, Oberflächen von Chips für die Computerindustrie belichten.

„In vielen Märkten haben wir unsere Planungen übertroffen, dazu haben alle unsere Produkte beigetragen. Erfreuliches Wachstum können wir auf den Zukunftsfeldern des Additive Manufacturing, also des industriellen 3D-Drucks, sowie im Lasergeschäft für die Hersteller von Mikrochips verbuchen“, sagte Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. „Trotzdem beobachten wir die Entwicklung der weltweiten Konjunktur sehr aufmerksam. Denn es mehren sich die Zeichen, dass diese lange Phase des Aufschwungs bald vorüber sein könnte. Darauf wollen wir vorbereitet sein.“

Die Zahl der Mitarbeiter gruppenweit wuchs laut Unternehmensangaben um mehr als 10 Prozent, auf rund 13 500. In Deutschland waren zum Stichtag 30. Juni 2018 mehr als 6700 Mitarbeiter tätig, davon knapp 3900 am Stammsitz in Ditzingen.

Digitale Vernetzung

Trumpf hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in die digitale Vernetzung investiert und damit begonnen, die Prozesse in der maschinellen Blechbearbeitung hin zu einer autonomen Fertigung zu optimieren. Ein großer Teil der Investitionen floss wieder in die bauliche Erweiterung von Standorten im In- und Ausland.

Am Stammsitz in Ditzingen entstanden ein Produktionsgebäude mit Reinräumen und Büroflächen zur Erweiterung der Hochtechnologieproduktion, insbesondere für die Fertigung von Lasern, die in der EUV-Lithographie für Mikrochips eingesetzt werden. An den Standorten in Teningen und Schramberg wurde ebenfalls in Produktionsgebäude investiert.

In China entstand der größte Produktionsstandort der Trumpf Gruppe. Insgesamt entfiel der Großteil der Investitionssumme auf die Standorte in Deutschland.

Wesentliche Investitionen wurden auch an den Trumpf-Standorten in den USA und Asien getätigt. bz

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